Computer
Apple-Chef Jobs entschuldigt sich für Options-Praktiken

Apple-Chef Steve Jobs hat sich bei Aktionären und Mitarbeitern für Probleme im Zusammenhang mit der Vergabe von Aktienoptionen bei dem US-Computerkonzern entschuldigt.

dpa CUPERTINO. Apple-Chef Steve Jobs hat sich bei Aktionären und Mitarbeitern für Probleme im Zusammenhang mit der Vergabe von Aktienoptionen bei dem US-Computerkonzern entschuldigt.

Apple fand in einer dreimonatigen firmeninternen Untersuchung nach Entdeckung von Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aktienoptionen „kein Fehlverhalten“ von Mitgliedern des gegenwärtigen Management-Teams. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit.

Die Untersuchung habe aber ernsthafte Besorgnisse im Hinblick auf das Vorgehen von zwei ehemaligen Managern bei Bilanzierung, Feststellung und Offenlegung von Aktienoptions-Vergaben aufgeworfen. Apple nannte keine Namen.

Der ehemalige Apple-Finanzchef Fred Anderson, der diesen Posten 1996 bis 2004 hatte, ist aus dem Apple-Verwaltungsrat ausgeschieden, teilte das Unternehmen weiter mit. Es sei im besten Interesse des Unternehmens, wenn er zum jetzigen Zeitpunkt den Verwaltungsrat verlasse, erklärte Anderson nach Apple-Angaben.

Aktienoptionen, die zu 15 Zeitpunkten zwischen 1997 und 2002 gewährt wurden, seien scheinbar auf frühere Termine rückdatiert gewesen, erklärte Apple Computer. Jobs wusste nach Apple-Angaben, dass vorteilhafte Gewährungstermine gewählt worden waren. Jobs habe aber weder solche Optionen erhalten noch davon anderweitig profitiert. Ihm seien auch nicht die Bilanzauswirkungen bewusst gewesen.

Die Rückdatierung von Aktienoptionen ist in den USA ein enormes Problem, da durch die Wahl eines günstigen Gewährungsdatums mit einem niedrigen Aktienkurs der Wert der Optionen erhöht wird. Bei mehr als 100 US-Unternehmen laufen entsprechende Untersuchungen.

Apple wird wegen der Optionsprobleme seine Bilanzen rückwirkend ändern müssen, wie das Unternehmen weiter bekannt gab. Apple machte aber keine Angaben über die Höhe der Sonderbelastungen sowie die daraus resultierenden Steuer- und Bilanzauswirkungen. Das Unternehmen informiere die amerikanische Wertpapier- und Börsenbehörde SEC weiter.

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