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Chefs von Mcafee und Cnet nehmen den Hut

Der ausufernde Skandal um die Rückdatierung von Aktienoptionen bei US-Unternehmen hat bei zwei bekannten Technologiefirmen zu Rücktritten der Chefs geführt. Beim Antiviren-Softwarespezialisten Mcafee trat der Konzernchef und Verwaltungsratsvorsitzende George Samenuk zurück.

dpa NEW YORK. Der ausufernde Skandal um die Rückdatierung von Aktienoptionen bei US-Unternehmen hat bei zwei bekannten Technologiefirmen zu Rücktritten der Chefs geführt. Beim Antiviren-Softwarespezialisten Mcafee trat der Konzernchef und Verwaltungsratsvorsitzende George Samenuk zurück.

Firmenpräsident Kevin Weiss wurde entlassen, wie Mcafee am Mittwoch bekanntgab. Bei der Online-Medienfirma Cnet Networks nahm der Konzernchef und Verwaltungsratsvorsitzende Shelby Bonnie seinen Hut.

Durch die Rückdatierung von Optionsvergaben auf einen Zeitpunkt, an dem der Aktienkurs besonders niedrig war, können die Empfänger bei einer späteren Ausnutzung auf einem höheren Kursniveau ihre Gewinne stärker steigern. Es laufen behördliche Untersuchungen bei mehr als 100 amerikanischen Unternehmen, so beispielsweise bei Apple Computer und der Softwarefirma Comverse Technology.

Mcafee erwartet im Zusammenhang mit früheren Aktienoptionen Sonderbelastungen von 100 bis 150 Mill. Dollar vor Steuern. Das Unternehmen ernannte Verwaltungsratsmitglied Dale Fuller zum Interimschef und Präsidenten. Verwaltungsratsmitglied Charles J. Robel wurde Leiter des Aufsichtsgremiums. Samenuk betonte, es sei im besten Interesse der Gesellschaft, der Aktionäre und der Mitarbeiter, dass er nach fast sechs Jahren zurücktrete. Er bedauere, dass sich einige der Aktienoptionsprobleme zur Zeit seiner Führung abgespielt hätten.

Nachfolger von Bonnie bei Cnet wird Neil Ashe, der seit 2002 bei der Medienunternehmen arbeitet. Der Fernsehfachmann Jarl Mohn wurde neuer Leiter des Cnet-Verwaltungsrates. Cnet gab keine Gründe für den Rücktritt des Firmenmitgründers Bonnie an. Das Unternehmen betonte in einer separaten Erklärung, dass bei einer firmeninternen Untersuchung von 1996 bis mindestens 2003 Mängel bei der Optionsvergabe festgestellt worden seien, einschließlich einiger Fälle von Rückdatierungen.

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