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Hohe Wachstumsraten bei Rfid-Funkchips

RFID-Funketiketten stehen nach Expertensicht bei der industriellen Anwendung vor dem Durchbruch. Die für 2006 erwartete Wachstumsrate um 50 Prozent sei bereits im ersten Halbjahr erreicht worden. Das sagte der Chef des Informationsforums RFID, Michael ten Hompel, am Donnerstag auf einer Fachtagung der Industrieverbände BDI und Bitkom sowie des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Neue Generationen von Chips und Antennen erhöhten die Zuverlässigkeit und senkten die Kosten.

dpa BERLIN. Rfid-Funketiketten stehen nach Expertensicht bei der industriellen Anwendung vor dem Durchbruch. Die für 2006 erwartete Wachstumsrate um 50 Prozent sei bereits im ersten Halbjahr erreicht worden.

Das sagte der Chef des Informationsforums Rfid, Michael ten Hompel, am Donnerstag auf einer Fachtagung der Industrieverbände BDI und Bitkom sowie des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Neue Generationen von Chips und Antennen erhöhten die Zuverlässigkeit und senkten die Kosten.

Der Bund fördert die Rfid-Entwicklung in diesem Jahr mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Die Sorge von Verbraucherschützern, dass die vor allem im Handel eingesetzten Funkchips zu einem „gläsernen Kunden“ führen könnten, hält die Regierung für unbegründet. Das aktuelle Datenschutzrecht sei für Rfid ausreichend, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze. Es müsse alles dafür getan werden, Deutschlands weltweit führende Rolle bei Rfid auszubauen.

Große Erwartungen werden in Rfid bei Markenschutz, Lebensmittelsicherheit und Medikamenteneinsatz gesetzt. Den „Gammelfleisch“-Skandal oder verschwundene Patienten in Krankenhäusern hätte es mit Rfid nicht gegeben, sagte der Vizepräsident des Telekomverbandes Bitkom, Heinz-Paul Bonn.

Laut einer Studie der Deutschen Bank wächst der Weltmarkt für Rfid-Systeme (Hard- und Software, Dienstleistungen) von 2004 bis 2010 von 1,5 auf 22 Mrd. Euro. Bei den Investitionen in Europa führt Deutschland vor Großbritannien und Frankreich. Zu den Rfid-Treibern zählen Metro, SAP, Siemens, T-Systems und die Post-Tochter DHL.

Herzstück des „Radio Frequency Identification“-Systems ist der in ein hauchdünnes Etikett integrierte Transponder, ein winziger Computerchip mit Antenne. Objekte können so ohne Berührung eindeutig per Funk identifiziert werden. Auf Rfid-Chips lassen sich zahlreiche Informationen zu Produkten unterbringen. Eines Tages könnte damit beim Einkauf jeder einzelne Joghurt-Becher erfasst und beim Verlassen des Supermarkts automatisch vom Konto abgebucht werden.

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