Computer
Microsoft erhöht Gewinn und Umsatz

Die Spielekonsole Xbox und Server-Software treiben das Geschäft des Windows-Herstellers Microsoft an. Im Ende September abgeschlossenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006/07 steigerte Microsoft Gewinn und Umsatz jeweils um elf Prozent.

dpa REDMOND. Die Spielekonsole Xbox und Server-Software treiben das Geschäft des Windows-Herstellers Microsoft an. Im Ende September abgeschlossenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006/07 steigerte Microsoft Gewinn und Umsatz jeweils um elf Prozent.

Die Verschiebung des Starts des neuen Betriebssystems Windows Vista auf Januar werde allerdings das laufende Vierteljahr belasten. Umsätze in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar würden sich auf das dritte Quartal verschieben, kündigte Microsoft nach Börsenschluss am Donnerstag an.

Die zukünftige Geschäftsentwicklung wird stark davon abhängen, wie sich Vista und die Anwendungssoftware Microsoft Office entwickeln, die mit Abstand wichtigsten Hauptprodukte des weltgrößten Softwarekonzerns. Microsoft tut sich im Online-Geschäft im Vergleich zu Google und Yahoo! nach wie vor sehr schwer und schreibt dort weiter rote Zahlen.

Microsoft steigerte den Umsatz im ersten Geschäftsquartal auf 10,8 Mrd. Dollar (8,6 Mrd Euro) und den Gewinn auf 3,5 Mrd. Dollar. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 35 (29) Cent. Die Ergebnisse lagen nach Darstellung von Finanzchef Chris Liddell am oberen Ende der Erwartungen des Unternehmens.

Der Windows- und Office-Umsatz legten jeweils leicht zu. Die beiden Sparten bringen mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes und fast 90 Prozent des Gewinns. Microsoft erhöhte den Server-Software- Umsatz stark auf 2,5 Mrd. Dollar von 2,1 Mrd. ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn dieser Sparte erhöhte sich auf 827 (608) Mill. Dollar.

Der Umsatz der Unterhaltungssparte mit der Xbox und vier Mill. Online-Spielern bei Xbox Live stieg um rund 70 Prozent auf eine Milliarde Dollar. Microsoft verkaufte bisher sechs Mill. Xbox- Konsolen und erhält bald verstärkte Konkurrenz von der neuen Sony- Spielekonsole Playstation 3. Der Verlust der Unterhaltungssparte halbierte sich fast auf 96 (173) Mill. Dollar.

Der Umsatz der Online-Sparte fiel auf 539 (564) Mill. Dollar, und es gab in der Berichtszeit einen Verlust von 136 Mill. Dollar gegenüber einem Gewinn von 68 Mill. Dollar im ersten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. Dagegen hatte Google dank des glänzenden Anzeigengeschäfts die Konkurrenten in den vergangenen Monaten noch weiter nach hinten verdrängt.

Microsoft erwartet für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 11,8 bis 12,4 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 22 bis 24 Cent je Aktie. Die milliardenschwere Umsatzverschiebung stehe im Zusammenhang mit Discount- oder Gratisgutscheinen für Installationszusagen für Windows Vista und die neue Software 2007 Microsoft Office an PC-Käufer sobald sie im kommenden Jahr erhältlich werden. Damit soll ein Verkaufsrückgang bei PCs während der Weihnachtssaison vermieden werden. Käufer, die Windows Vista und die neue Office-Version auf ihren PCs haben möchten, sollen damit dazu bewegt werden, doch noch PCs mit dem alten Betriebssystem und der bisherigen Office-Version zu kaufen.

Der Microsoft-Jahresgewinn dürfte sich auf 1,43 bis 1,46 Dollar je Aktie belaufen und der Jahresumsatz auf 50 bis 50,9 Mrd. Dollar. Die Microsoft-Aktien legten nachbörslich leicht um 19 Cent auf 28,54 Dollar zu.

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