Computer
Microsoft verschiebt Einführung von „Office 2007“

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft verschiebt die Einführung seiner Bürosoftware „Office 2007“ für Geschäftskunden um zwei bis drei Monate.

dpa SEATTLE. Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft verschiebt die Einführung seiner Bürosoftware „Office 2007“ für Geschäftskunden um zwei bis drei Monate. Ursprünglich für Oktober geplant, werde die grundüberholte neue Version der Software erst Ende des Jahres den Unternehmenskunden zur Verfügung stehen, teilte das Unternehmen in Seattle mit.

Privatkunden werden auf das Softwarepaket weiterhin bis Januar 2007 warten müssen. Das „Office“- Paket enthält viel genutzte Programme wie die Tabellenkalkulation Excel, die Textverarbeitung Word oder das E-Mail-Programm Outlook.

Zur Begründung hieß es, die Testphase zur Qualitätssicherung des Produktes sei noch nicht abgeschlossen. Einige Funktionen der neuen Software arbeiteten noch nicht so schnell, wie sie sollten, hieß es. „Wir fühlen uns aber verantwortlich, die bestmögliche Software auszuliefern“, sagte Microsoft-Manager Antoine Leblond. Privatkunden hatte der Softwareriese bereits im vergangenen März auf Januar 2007 vertröstet. Zu diesem Zeitpunkt soll nach wiederholten Verschiebungen auch das lang erwartete Nachfolge-Betriebssystem Vista in den Handel kommen.

Die Verzögerung von Vista verhagelt PC-Händlern bereits das wichtige Weihnachtsgeschäft. Für die Geschäftskunden dürften die Folgen der jüngsten Entscheidung nach Einschätzung von Branchenbeobachtern jedoch weniger gravierend sein. „Oktober, November, Dezember - das ist egal“, sagte Joe Wilcox, Analyst der Marktforschung Jupiter Research. „Welches Unternehmen beauftragt denn seine Techniker in der Ferienzeit damit, eine neue Software-Version zu testen.“

Die spätere Einführung von Office 2007 könne allerdings ein weiteres Quartal langsamen Wachstums für Microsoft bedeuten, schätzt Greg Demichillie, Analyst beim unabhängigen Marktbeobachter „Directions on Microsoft“ in Kirkland (Washington). Das Betriebssystem Windows und Produkte wie Office steuern zu Microsofts Geschäft einen erheblichen Teil des Ergebnisses bei. Vista soll nach mehr als fünf Jahren im Januar 2007 endlich das betagte Betriebssystem Windows XP ablösen - ursprünglich war das bereits für das Jahr 2004 geplant. Doch Marktbeobachter bezweifeln bereits, dass Microsoft selbst diesen Termin einhalten kann. Marktforscher von Gartner waren zuletzt davon ausgegangen, dass die Kunden nicht vor dem zweiten Quartal 2007 mit der neuen Software rechnen können.

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