Computer optimieren

Wenn der Rechner zur Schnecke wird

Im Lauf der Zeit sammelt sich auf dem Rechner jede Menge Datenmüll – das geht zu Lasten von Leistung und Schnelligkeit. Doch damit muss sich niemand abfinden. So machen Sie Ihrem Computer Beine.
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Großzügig deinstallieren: Wer nicht mehr genutzte Programme vom Rechner verbannt, kann mit mehr Tempo rechnen. Quelle: dpa
Ungenutzte Programme deinstallieren

Großzügig deinstallieren: Wer nicht mehr genutzte Programme vom Rechner verbannt, kann mit mehr Tempo rechnen.

(Foto: dpa)

Ein Hauptgrund für einen immer langsameren Rechner sind zahlreiche über die Jahre hinweg installierte Programme – und auch Datenreste von deinstallierten Programmen. Oft arbeiten die Deinstallationsroutinen nicht sauber.

„Dadurch sammelt sich nicht nur Datenmüll auf der Festplatte, sondern auch in der Windows-Registry, in der alle Programme sozusagen registriert werden“, erklärt Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“. Und ist die Registry mit Hinweisen auf nicht mehr vorhandene Programme gefüllt, bremst das den Start des Computers aus.

Auch Hilfsprogramme und –dienste verlangsamen den PC. „Diese starten dann bei jedem Hochfahren, um etwa nach Updates für die Software zu suchen oder – im Fall von Treibersoftware – mit der Hardware zu kommunizieren, zu der die Software gehört“, sagt Christoph Schmidt vom „Chip“-Magazin.

Wenn die alten Tasten kleben
Tipps für die richtige Tastatur-Pflege
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Egal, wie gut man sich die Hände wäscht und den Schreibtisch sauber hält: Die PC-Tastatur wird früher oder später dreckig und verklebt. Zeit für eine gründliche Tastaturwäsche. Was es dabei zu beachten gilt.

Feuchtigkeit
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Wasser ist Gift für die empfindliche Elektronik der PC-Tastaturen. Tücher sollten nebelfeucht – und keinesfalls feucht – sein, rät Georg Schnurer vom Computermagazin „c't”. „Das Tuch muss so gut ausgedrückt sein, dass kein Wasser mehr im Stoff ist.”

Trockenwäsche
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Eine Alternative zur nassen Variante sind ein trockenes Tuch und Fensterreiniger. Der Fensterreiniger bietet den Vorteil, dass er relativ rückstandslos verdunstet, erklärt Schnurer.

Nicht auf die Tasten sprühen
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Wichtig: Der Reiniger wird auf das Tuch gesprüht und darauf verteilt. Sprüht man den Schaum direkt auf die Tasten, fließt er zwischen die Tasten und kann das Gerät schädigen.

Tasten lösen
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Selbst unter größtem Poliereinsatz bekommt man mit Tüchern den Dreck nicht mehr von den Tasten runter? In dem Fall kann es helfen, den Kappen – verpackt in einen Waschbeutel – eine Runde in der Wasch- oder Spülmaschine zu gönnen. „Danach sind sie blitzeblank sauber”, sagt Schnurer.

Zur Vorsicht ein Foto von der Tastatur
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Bevor man die Kappen von der Tastatur ablöst, sollte kurz die Bedienungsanleitung studiert werden. „Dort steht, ob die Kappen abgelöst werden können.” Außerdem macht man zuvor besser ein Foto von der Tastatur. So ist sichergestellt, dass die Kappen nach dem Spülgang wieder an den richtigen Platz gesteckt werden.

Tastatur im Geschirrspüler
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Besitzer alter Tastaturen können sich das Ablösen der Kappen sparen und sie gleich komplett in die Spülmaschine packen. So lautet ein alter Mythos. Ein Funken Wahrheit steckt auch dahinter. „Die ersten Versionen der IBM-Tastaturen überleben das tatsächlich”, weiß Schnurer.

Je länger man ein System verwendet, desto mehr Hilfsprogramme und -dienste sammeln sich an. Zudem sind viele Rechner bereits ab Werk mit bremsenden Zusatz- und Demo-Programmen (Crapware) zugemüllt. Und auch Synchronisationsdienste laden sich oft bereits beim Hochfahren in den Speicher.

Alltägliches wie Surfen hinterlässt ebenfalls Spuren, die bremsen: Die im Browser-Cache oder Download-Verzeichnis abgelegten Dateien können oft eine beachtliche Größe erreichen und müssen gelöscht werden, weiß Kuch. Auch wenn die Festplatte randvoll ist, oder Schadsoftware unbemerkt ihr Unwesen auf dem Rechner treibt, macht das den Rechner langsamer.

Unnötige Hintergrundprogramme deaktivieren

Was viele Nutzer nicht wissen: „Viele Programme müssen gar nicht über ein Installationsprogramm mit Eintrag in der Windows-Registry auf dem Computer installiert werden.“ Viele gebe es als portable Version: „Man kann sie einfach in einen Ordner auf der Festplatte oder auf einem USB-Stick kopieren und direkt von dort aus starten“, sagt der Experte.

Wer seinen Rechner wieder schneller machen möchte, sollte zunächst einmal alle unnötigen Hintergrundprogramme und -dienste deaktivieren. „Am gründlichsten geht das, indem man über die Windows-Systemsteuerung alle Programme deinstalliert, die man nicht mehr braucht”, rät Christoph Schmidt. Schnelle Abhilfe bringt das Unterbinden des automatischen Starts der Hilfsprogramme und -dienste.

Dazu gibt man msconfig im Such- oder Befehlseingabefeld von Windows ein. „Auf dessen Reiter "Systemstart" kann man probehalber großzügig viele Autostarts deaktivieren, deren Sinn nicht offensichtlich ist“, erklärt Schmidt. Aktiv bleiben sollten in jedem Fall Antivirenscanner und tatsächlich genutzte Programme.

Bei Windows 8 und 10 findet sich diese Funktion im Taskmanager. „Auf dem msconfig-Reiter "Dienste" sollte man vor dem Aufräumen den Haken "Alle Microsoft-Dienste ausblenden" setzen“, rät der Experte.

Regelmäßige Datenträgerbereinigung
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