Computer
Samsung setzt auf Handys

Samsung sieht das Handy künftig als mobile Schaltzentrale. Über Geräte mit immer mehr Funktionen sollen alle Daten jederzeit und von überall abgerufen werden können, sagte Mobilfunk-Europachef Paul Ghent auf der Cebit in Hannover.

dpa HANNOVER. Samsung setzt auf das Handy als mobile Schaltzentrale. Über Geräte mit immer mehr Funktionen sollen alle Daten jederzeit und von überall abgerufen werden können, sagte Mobilfunk-Europachef Paul Ghent auf der Cebit in Hannover.

Samsung will seinen Anteil am deutschen Handy- Markt in diesem Jahr deutlich steigern und sich als Nummer Zwei hinter Nokia etablieren. "Wir gehen davon aus, dass wir ein Wachstum deutlich über dem des Marktes hinbekommen. Unser Ziel für 2006 ist ein Marktanteil von rund 20 Prozent", sagte der Marketing-Chef für Deutschland, Norbert Strixner. Bereits in den vergangenen zwei Jahren habe Samsung seinen Marktanteil von elf Prozent in 2004 auf rund 15 Prozent im vergangenen Jahr ausgebaut.

Die großen Mobilfunkanbieter in Deutschland hielten sich derzeit aber noch eher mit Bestellungen zurück, sagte Strixner weiter. "Das Bestellverhalten ist im Augenblick noch sehr vorsichtig, weil die Anbieter noch viel Ware von Weihnachten in den Lagern haben." Dennoch zeige der Trend nach oben, da Samsung beispielsweise in Kooperation mit dem Mobilfunkprovider debitel noch im zweiten Quartal ein DMB- Handy für mobiles Fernsehen auf den Markt werfe. DMB ist ein Konkurrenzstandard zu DVB-H. Außerdem werde noch im zweiten Quartal ein Handy für den schnellen UMTS-Standard Hsdpa erscheinen.

Auf der weltgrößten Computermesse stellt der koreanische Elektronik-Konzern unter anderem Mobiltelefone mit einer 10- Megapixel-Kamera und mit einer acht Gigabyte fassenden Festplatte vor, die bis zu 2000 Songs speichern kann. Doch dabei bleibt es nicht: Das Kamera-Handy B600 empfängt auch Satelliten-Fernsehen, kann Video aufzeichnen und hat einen TV-Ausgang. Die große Festplatte des Geräts i310 kann ebenfalls als externer Speicher für einen PC dienen. "Der mobilen Technik werden keine Grenzen gesetzt sein", zeigte sich Ghent für die Zukunft überzeugt. Das Zusammenspiel von Netzen, Geräten und Programmen werde die Lebensgewohnheiten verändern.

Im vergangenen Jahr verkaufte Samsung erstmals mehr als 100 Mill. Handys - gegenüber einer Million beim Einstieg in das Geschäft 1996. Mit einem Marktanteil von 12,7 Prozent lag Samsung 2005 weiterhin auf dem dritten Platz in der Branche hinter Nokia und Motorola (2004: 12,6 Prozent).

Auch in anderen Bereichen ist Samsung auf der Jagd nach Superlativen. Auf der Cebit zeigen die Koreaner zum Beispiel einen Video-Projektor im Taschenformat (Abmessungen 12,7 x 9,55 x 5,08 cm), den weltgrößten LCD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 82 Zoll (gut zwei Meter) oder eine Videokamera mit fünf Megapixeln Auflösung, deren Vorderseite die Abmessungen einer Kreditkarte hat. Eine weiterer Camcorder hat ein zweites, abnehmbares Objektiv, das zusätzliche Bilder aus einer anderen Perspektive einfangen und drahtlos an das Aufnahmegerät senden kann. In Deutschland bringt Samsung einen neuen MP3-Player in Zusammenarbeit mit dem Online-Dienst Musicload auf den Markt.

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