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SAP steigert Gewinn und Umsatz zweistellig

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im dritten Quartal 2006 Umsatz und Gewinn zweistellig gesteigert und die Angriffe des schärfsten Konkurrenten Oracle abgewehrt.

dpa WALLDORF. Europas größter Softwarehersteller SAP hat im dritten Quartal 2006 Umsatz und Gewinn zweistellig gesteigert und die Angriffe des schärfsten Konkurrenten Oracle abgewehrt. Der Überschuss sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 388 Mill. Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Henning Kagermann in Walldorf.

Vor allem das Geschäft mit den wichtigen Softwarelizenzen lief gut: Der Lizenzumsatz wurde um 17 Prozent auf 691 Mill. Euro ausgebaut. Die gesamten Erlöse wuchsen um elf Prozent auf 2,24 Mrd. Euro.

„Wir hatten ein erfolgreiches drittes Quartal mit einer beeindruckenden Erfolgsquote gegenüber Mitbewerbern und zweistelligen Wachstumsraten bei den Softwarelizenzumsätzen in allen Regionen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. „Nach neun Monaten liegen wir voll im Plan.“ Kagermann bestätigte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr, den Lizenzumsatz um 15 bis 17 Prozent (2005: 2,78 Mrd Euro) zu erhöhen und in diesem Jahr 3 500 neue Jobs im Konzern zu schaffen. Die Wachstumsrate werde aber voraussichtlich nicht am oberen Ende der Spanne liegen.

Im hart umkämpfen Hauptmarkt in Amerika baute der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware den Umsatz im Kerngeschäft mit den Softwarelizenzen um 19 Prozent auf 292 Mill. Euro aus. In Deutschland wurde im dritten Quartal ein Plus von drei Prozent auf 117 Mill. Euro eingefahren. 2007 rechnet der SAP-Chef mit einer Fortsetzung des guten Geschäftes mit Anwendungssoftware: „Wir sehen keine Abkühlung der Nachfrage.“

Der weltweite Marktanteil - gemessen an den Lizenzumsätzen - wurde von 21,6 auf 22,6 Prozent ausgebaut. Damit ist der Anteil des Dax- Unternehmens nach eigenen Angaben mehr als doppelt so groß wie der des härtesten Konkurrenten Oracle. Das US-Unternehmen mit Milliardär Larry Ellison an der Spitze hatte in den vergangenen Monaten mit einer aggressiven Einkaufspolitik versucht, SAP die Marktführerschaft abzunehmen.

Die Zahl der Mitarbeiter legte von rund 35 000 im dritten Quartal 2005 auf knapp 38 500 zu. Zwischen Juli und September dieses Jahres gab es 725 Neueinstellungen, seit Beginn des Jahres insgesamt knapp 2 600 neue Jobs. In Deutschland stellte SAP in den ersten neun Monaten 145 neue Mitarbeiter ein. Das Ziel von Vorstandschef Kagermann ist es, im Jahr 2006 zwischen 350 und 700 zusätzliche Arbeitsplätze im heimischen Markt zu schaffen. „Die 350 haben wir noch im Auge“, sagte Deutschland-Chef Michael Kleinemeier. „Der Markt ist aber nicht leicht.“

In den ersten neun Monaten wurde das Nachsteuerergebnis von 877 Mill. auf 1,1 Mrd. Euro hochgefahren. Der Lizenzumsatz stieg nach Angaben von Kagermann um 15 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Die Gesamterlöse kletterten bei dem Softwarehaus von 5,8 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 6,5 Mrd. Euro. Die Papiere des größten deutschen Softwareherstellers verloren trotz der guten Zahlen 1,91 Prozent auf 161,45 Euro. Händler machten in erster Linie Gewinnmitnahmen dafür verantwortlich.

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