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SAP steigert Umsatz und Ergebnis zweistellig

Europas größter Softwarehersteller SAP ist mit Rückenwind ins Jahr 2006 gestartet und hat bei Gewinn und Umsatz erneut zweistellig zugelegt. Das Ergebnis nach Steuern sei im ersten Quartal um elf Prozent auf 282 Mill. Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Henning Kagermann.

dpa WALLDORF. Europas größter Softwarehersteller SAP ist mit Rückenwind ins Jahr 2006 gestartet und hat bei Gewinn und Umsatz erneut zweistellig zugelegt. Das Ergebnis nach Steuern sei im ersten Quartal um elf Prozent auf 282 Mill. Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Henning Kagermann.

Die Erlöse wuchsen im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 18 Prozent auf 2,04 Mrd. Euro. Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware sei auf dem besten Weg, die Wachstumsziele für das laufende Jahr zu erreichen, betonte Kagermann. Das Softwarehaus setze dabei weiter auf organisches Wachstum. Der schärfste SAP-Konkurrent Oracle war jüngst vor allem durch Zukäufe zur Nummer zwei der Branche aufgerückt.

Im Kerngeschäft mit den Softwarelizenzen nahmen die Erlöse um 22 Prozent auf 528 Mill. Euro zu. Die Lizenzumsätze wurden damit neun Quartale in Folge zweistellig gesteigert. Kagermann bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr, die Softwarelizenzerlöse um bis zu 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen.

Wachstumstreiber für SAP war vor allem das starke Geschäft in der Region Amerika, in der die Lizenzumsätze um 47 Prozent auf 228 Mill. Euro ausgebaut wurden. In Deutschland gab es ein Plus um acht Prozent auf 90 Mill. Euro. In Japan verzeichnete das Walldorfer Unternehmen dagegen einen deutlichen Rückgang um 18 Prozent auf 19 Mill. Euro. Die SAP-Aktien büßten auf Grund von Gewinnmitnahmen am Donnerstag 1,88 Prozent auf 179,75 Euro ein.

Das weltweit drittgrößte Softwareunternehmen erhöhte im ersten Quartal die Zahl seiner Mitarbeiter international um 774 auf 36 647. In Deutschland gab es ein Plus um 37 auf 13 953 Beschäftigte. In den vergangenen zwölf Monaten stieg damit die Mitarbeiterzahl im Inland um 295. Kagermann bekräftigte das Ziel, in diesem Jahr weltweit 3 500 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Davon sollen 700 Jobs in Deutschland entstehen.

Nach wochenlangen Querelen um die Einsetzung eines Betriebsrates steht inzwischen der 21. Juni als Termin für die Wahl der ersten Arbeitnehmervertretung fest. Voraussichtlich 35 Betriebsräte würden dann für das Dax-Unternehmen gewählt, sagten übereinstimmend Sprecher der IG Metall und des Unternehmens. Bislang ist der Softwarehersteller der einzige Dax-Konzern ohne Betriebsrat. Nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden wird die Einsetzung des Gremiums keinen Einfluss auf die Gewinnentwicklung von SAP haben.

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