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Schäuble: „Software und Online-Handel müssen sicherer werden“

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Online-Wirtschaft und Software-Industrie aufgefordert, Gefahren aus dem Internet entschiedener entgegenzutreten. „Die Sicherheitslage ist durchaus prekär.“

dpa BERLIN. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Online-Wirtschaft und Software-Industrie aufgefordert, Gefahren aus dem Internet entschiedener entgegenzutreten. „Die Sicherheitslage ist durchaus prekär.“

Das sagte Schäuble am Dienstag in Berlin beim „Zweiten Gipfel zur Sicherheit in der Informationsgesellschaft“ in Anwesenheit von Microsoft-Chef Steve Ballmer und Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke. Schäuble verwies in diesem Zusammenhang auf die ständig steigende Anzahl von Attacken durch Computerviren, Würmer und Betrugsversuche per E-Mail.

Die Initiative „Deutschland sicher im Netz“ hatte Anfang 2005 auf einem ersten Sicherheitsgipfel acht Handlungsversprechen abgegeben, um die Gefahren aus dem Netz zu bekämpfen. Während die beteiligten Unternehmen und Organisationen eine uneingeschränkt positive Bilanz der Aktion zogen, sah Schäuble nicht alle Handlungsversprechen erfüllt. „Zu einer ungeschönten Bilanz gehört auch, dass die Initiative in machen Bereichen hinter den Versprechen zurückgeblieben ist.“ Defizite machte der Innenminister vor allem in den Bereichen Online-Handel und Bereitstellung sicherer Software aus. Positiv beeindruckt habe ihn die Anstrengung der Initiative, Kinder und Jugendliche über die Gefahren im Internet aufzuklären.

Künftig soll ein allgegenwärtiges Sicherheitsbarometer die Internetz-Nutzer auf die aktuelle Gefahrenlage im Netz hinweisen. Damit soll das letzte der acht Handlungsversrechen umgesetzt werden. Mit den vier Farben Grün, Gelb, Orange und Rot soll die Risikostufe signalisiert werden, die Experten aktuell der Bedrohung durch Viren, Würmer und Betrügereien im Netz beimessen. Das Barometer wurde gemeinsam von T-Online und Microsoft entwickelt, soll aber auch anderen Software-Unternehmen und Internet-Providern zur Verfügung stehen. „Das Sicherheitsbarometer wird so platziert, dass es sich bei einer Gefahrenlage nicht übersehen lässt“, sagte Ricke.

Microsoft-CEO Steve Ballmer räumte ein, dass die Software seines Hauses in der Vergangenheit großen Sicherheitsherausforderungen ausgesetzt gewesen sei. Sein Unternehmen habe inzwischen eine neue Methodologie einwickelt, sichere Software zu schreiben. „Doch selbst wenn alle bei Microsoft einen perfekten Job erledigen, müssen wir doch viele Kräfte an dem Erreichen der Sicherheitsziele beteiligen.“

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