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Computer statt LKW-Tachoscheibe: Chipkarte kommt

Für Lastwagen und Busse hat das digitale Zeitalter begonnen: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg gab nach Angaben vom Montag die ersten Chipkarten für die neuen Bordcomputer heraus, die vom 5. August an in der Europäischen Union (EU) die bisherigen Tachoscheiben ersetzen.

dpa FLENSBURG. Für Lastwagen und Busse hat das digitale Zeitalter begonnen: Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg gab nach Angaben vom Montag die ersten Chipkarten für die neuen Bordcomputer heraus, die vom 5. August an in der Europäischen Union (EU) die bisherigen Tachoscheiben ersetzen.

Zunächst gelte die Pflicht für den Einbau und Betrieb des Kontrollgerätes nur für neue Lastwagen und Omnibusse, hieß es. Für ältere Fahrzeuge sei vorerst noch der konventionelle Fahrtenschreiber gültig.

Das KBA hatte das neue Verfahren bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt, das für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht oder mit mehr als neun Sitzplätzen gilt. Lenk- und Ruhezeiten sowie Geschwindigkeit werden in dem digitalen Kontrollgerät in Verbindung mit den Karten ständig nachprüfbar erfasst. Die Flensburger Behörde war bei der Entwicklung und Einführung der neuen Kontrolltechnik europaweit führend.

Das System umfasst vier Typen von Chipkarten: LKW- und Busfahrer geben eine „Fahrerkarte“ in den digitalen Tachografen ein, die den Fahrer identifiziert. Firmen mit großem Fuhrpark und Speditionen müssen mit einer „Unternehmenskarte“ die Daten der Fahrzeuge herunterladen; Fachwerkstätten übernehmen die Prüfung der Bordcomputer mit Hilfe einer „Werkstattkarte“. Behörden wie Polizei, Güterverkehr-Bundesamt und Gewerbeaufsicht erhalten „Kontrollkarten“, mit denen sie die gespeicherten Daten aus dem Gerät und der Fahrerkarte herauslesen. Das KBA plant den Einstieg mit insgesamt rund zwei Mill. Karten. Der jährliche Bedarf liegt bei rund 500 000 Karten.

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