Computer-Systeme
Microsoft und Linux kommen zusammen

Die Fronten zwischen Microsoft und Linux verschwinden langsam. Zwar geht der Wettbewerb zwischen beiden Welten weiter, die Unternehmen interessiert aber vor allem die Zusammenarbeit.

HB FRANKFURT. Microsoft und Linux stehen sich nicht mehr so unversöhnlich gegenüber wie noch vor ein paar Jahren. So ist der Hersteller der Windows-Betriebssysteme schon ganz selbstverständlich zu Gast auf Messen wie der Linuxworld, die im November zum sechsten Mal in Frankfurt am Main stattfand. In diesem Jahr fiel der Microsoft-Stand noch größer aus als bisher, der Konzern warb unter anderem für seine „Services for Unix“. „Das Ideologische ist raus“, stellt Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner fest.

Beim ersten Auftritt auf einer Linux-Messe seien die Microsoft-Mitarbeiter geradezu feindselig gefragt worden, „was wollt ihr überhaupt“, erinnert sich Alfons Stärk, der Leiter der Plattformstrategie bei Microsoft Deutschland. Inzwischen sei der Ton sehr viel sachlicher geworden, und die eher verwunderte Frage, warum Microsoft auf einer Linux-Messe sei, lasse sich sehr leicht beantworten: „Weil unsere Kunden hier sind.“

Den Unternehmen, das zeigte die Linuxworld deutlich, geht es vor allem darum, wie sie beide Welten - Microsoft und Linux - am besten zusammenbringen und nutzen können. Monokulturen sind in der IT-Landschaft eines Unternehmens selten. Meist finden sich wohl sowohl Microsoft- als auch Linux- oder Unix-Systeme, die zur Zusammenarbeit bewegt werden müssen. Denn auch die Zeiten, da manch einer glaubte. Linux sei die Lösung aller Probleme, ist inzwischen vorbei. „Interoperabilität“ war deshalb eines der großen Stichworte auf der Linuxworld.

Wie ernst aber Microsoft Linux inzwischen nimmt, zeigt sich auch darin, dass der Konzern selbst ein großes Linux-Zentrum unterhält, in dem derzeit 48 Linux-Distributionen laufen. Das sei das „größte Linux-Testumfeld überhaupt“, sagt Stärk und fügt hinzu, „und das innerhalb des Microsoft-Netzwerks“. Ziel sei es, von Linux zu lernen und auch Kontakte in die „Community“ herzustellen, die lockere Gemeinschaft der Linux-Entwickler.

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