Computer und Unterhaltungselektronik zentrales Thema auf der Cebit
Fernseher werden zu Alleskönnern

Individuelle Fernsehprogramme, eindrucksvolle Bilder auf Riesenmonitoren, Musik, die perfekt auf den persönlichen Geschmack und die gegenwärtige Laune abgestimmt ist und ein brillanter, Raum füllender Klang - so stellen sich die High Tech-Unternehmen auf der Cebit das Wohnzimmer der Zukunft vor.

HB DÜSSELDORF. Die Hersteller von Unterhaltungselektronik, aber auch Hard- und Softwareunternehmen wittern Morgenluft, weil Fernsehen, Internet und Telefonie auf Basis des Internet Protokolls (IP) rasend schnell zusammen wachsen. Computerinhalte lassen sich reibungslos auf den Fernsehschirm darstellen, TV-Bilder auf dem Monitor. Die zumindest in den Ballungsräumen zunehmende Zahl der Breitbandleitungen und die TV-Digitalisierung sorgen dafür, dass Kabelnetzbetreiber und Telekommunikationsanbieter inzwischen über die technischen Voraussetzungen verfügen, um den Fernsehsendern Konkurrenz zu machen.

Nachdem Kabel-TV-Anbieter bereits seit längerem Internetdienste und Telefonie offerieren, drängen nun auch immer mehr Telekommunikationsanbieter in den Fernsehmarkt. Das Stichwort lautet Triple Play, also das Verschmelzen von TV-, Telefon- und Internet-Angeboten auf einem Gerät. Deutschlands Kabelnetzbetreiber und Internetprovider stecken viel Geld in die Einführung der multimedialen Dreifaltigkeit. "Wir hatten 2005 ein achtstelliges Werbebudget. Diesen Etat werden wir 2006 wegen der Einführung von Triple Play verdoppeln", sagt etwa Jost Schwaner, Marketingchef von Kabel Deutschland.

Der Marktforscher Steria Mummert Consulting schätzt, dass in vier Jahren rund drei Millionen Haushalte mit Triple Play versorgt sind. Viele Unternehmen nutzten deshalb die Cebit, um Lösungen zeigen, mit denen die Netzbetreiber in der neuen Breitbandwelt innovative Unterhaltungs- und Infrastrukturlösungen für den Endverbraucher bereit stellen können: Erstmals wird in Deutschland die Microsoft TV IPTV Edition zu sehen sein. Mit Hilfe der Software können auf Basis des Internet Protokolls (IP) individuell zusammen gestellte Inhalte übertragen werden. Und Siemens hat den neuen Fernsehbildstandard HDTV, der extrem hoch auflösende Bilder liefert, in die Siemens-Home-Entertainment-Plattform eingebunden. Auf dieser technischen Grundlage sollen Netzbetreiber ihren Kunden über eine Settopbox Zugang zu einer kostengünstigen HDTV-Lösung anbieten.

Das Superfernsehen HDTV, neue Hochleistungs-Spielekonsolen, vor allem aber die Fußball-Weltmeisterschaft sollen die Verkäufe der Fernseher-Anbieter ankurbeln. "Das Runde muss ins Eckige", fasst der Deutschland Geschäftsführer von Sharp Electronics, Frank Bolten, die Hoffnung der Branche zusammen. Laut Bolten wird Sharp in diesem Jahr 50 Prozent mehr Fernseher verkaufen als 2005 - insgesamt sollen weltweit sechs Millionen Stück an die Kunden gebracht werden.

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