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Yahoo! startet „soziale Suche“

Hamburg Udpa) - Yahoo! will im harten Ringen um das Internet- Werbegeschäft mit einem auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenen Suchservice Boden gut machen. Mit „Yahoo!

Hamburg Udpa) - Yahoo! will im harten Ringen um das Internet- Werbegeschäft mit einem auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenen Suchservice Boden gut machen. Mit „Yahoo! Clever“ hat der Internet-Portalbetreiber seinen Service der „sozialen Suche“ am Mittwoch auch in Deutschland in der Betaversion an den Start gebracht.

Der Dienst ist in den USA bereits seit rund einem halben Jahr unter dem Namen „Yahoo! Answers“ online. Marktbeobachter bescheinigen dem Service gute Chancen, Nutzergruppen und damit wichtige Werbekunden zu binden.

Unter „Yahoo! Clever“ werden die Antworten statt von einer anonymen Suchmaschine von der Gemeinschaft der Nutzer selbst geliefert. Dabei soll die soziale Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Mit Yahoo! Clever erhielten die Nutzer Antworten auf Fragen, die ihnen bisher niemand beantworten konnte, sagte Yahoo!-Manager Volker Glaeser. Fragen wie „Warum macht Schokolade glücklich“, „Wo kann man in Hamburg picknicken“ oder „Was bedeutet Fifa“ werden von den Nutzern online oder per E-Mail beantwortet. Alle Antworten werden in einer Datenbank gespeichert.

Mit der „sozialen Suche“ könnte es Yahoo! gelingen, seine Position im Wettbewerb deutlich zu stärken, schätzen Marktbeobachter. „Auf lange Sicht hat 'Yahoo Answers' das Potenzial, zunehmend Nutzer zu gewinnen und die Verweildauer der Nutzer zu erhöhen“, sagte Douglas Anmuth, Analyst von Lehman Brothers, gegenüber dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Forbes“. Damit könnte sich Yahoo! langfristig finanzielle Vorteile durch Werbekunden verschaffen und möglicherweise auch Googles neuem Marktplatz „Google Base“ ernsthafte Konkurrenz machen. Im April hatte Yahoo! Answers seine Besucher von 3,9 Mill. im März auf 7,2 Mill. erhöhen können, ermittelte die comscore Networks. Die Seitenaufrufe hätten sich mit 40 Mill. nahezu verdoppelt.

Vor allem durch die jüngste Produktoffensive des Marktführers Google weht den Konkurrenten wie Yahoo!, Microsoft oder ebay derzeit heftiger Wind entgegen. In den USA kann Google nach Erhebungen von Nielsen Netratings 49 Prozent aller Suchanfragen auf sich vereinen, Yahoo! rangiert bei 22,5 Prozent mit weniger als der Hälfte auf dem zweiten Platz, gefolgt von Microsofts MSN Search mit 10,9 Prozent.

Yahoo! hatte sich gegen Google erst im Mai mit ebay zusammengeschlossen. In einer mehrjährigen Partnerschaft wollen die Unternehmen künftig unter anderem bei grafischen Internet-Anzeigen, bei der Suche und Bezahlsystemen zusammenarbeiten. Microsoft blieb dabei zunächst außen vor, will für das Online-Anzeigengeschäft und die Internetsuche aber allein in diesem Jahr 1,6 Mrd. Dollar bereitstellen.

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