Computermesse Cebit
Glänzende Stimmung im Jubiläumsjahr

Wenn die Cebit am Donnerstag zum 20. Mal ihre Tore öffnet, dürfte die Laune bei den Ausstellern so gut sein wie schon lange nicht mehr. Die weltgrößte Hightech-Messe startet laut Branchenverband Bitkom in einem ausgesprochen positiven Marktumfeld.

DÜSSELDORF. 70 Prozent der Bitkom-Mitglieder rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatzplus. Insgesamt sollen 2006 mit Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) in Deutschland 137,3 Mrd. Euro umgesetzt werden, 2,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Besonders gut läuft es dabei bei den den Software-Anbietern und IT-Dienstleistern.

Impulse für den Hightech-Markt sollen laut Bitkom zudem vom Verkauf von Flachbildfernsehern, MP3-Playern, Spielkonsolen oder Digitalkameras ausgehen. Diese Segmente machen inzwischen fast drei Viertel des Marktes für Unterhaltungselektronik aus.

Auch die Marktforscher von Gartner stimmen in den Chor der Optimisten ein: Die IT-Budgets der Unternehmen steigen 2006 weltweit um durchschnittlich 2,7 Prozent, so die Analysten. Die Zeit des Sparens und Konsolidierens sei vorbei, es werde wieder vermehrt in Technologie investiert, die Unternehmen beim Wachsen hilft.

Ausstellerzahl leicht über Vorjahr

Der Optimismus spiegelt sich auch in guten Nachrichten vom Cebit-Veranstalter Deutsche Messe AG wieder: Die Ausstellerzahl der Cebit und die gebuchte Fläche liegen leicht über dem Vorjahr. Dennoch stehen die Macher der weltgrößten ITK-Messe im 20. Cebit-Jahr vor großen Aufgaben. Eines der Probleme ist, dass die Messe-Teilnahme für einige Unternehmen nicht mehr zu den Pflichtterminen in der Branche gehört. Viele große IT-Anbieter setzen verstärkt auf Hausmessen. Die zweite Herausforderung: Andere Messen wie die boomende 3GSM World in Barcelona locken zunehmend Firmen an. Auch die Entscheidung der Messe Berlin, die Internationale Funkausstellung (IFA) jährlich auszurichten, setzt die Cebit unter Druck. Einige Firmen, die auf das Endkundengeschäft setzen, verzichten deshalb in diesem Jahr auf die Reise nach Hannover, darunter auch Philips und E-Plus.

Trotz aller Herausforderungen genießt die Cebit bei vielen IT-Entscheidern eine ungebrochene Beliebtheit. Sharp Electronis beispielsweise setzt weiter in erster Linie auf die Cebit, um seine Kopierer, Bildschirme und Mobiltelefone auszustellen. "Die weltgrößte IT-Messe ist für uns die passende Bühne, um unsere Handelspartner zu informieren", sagt Deutschlandchef Frank Bolten. Sie biete "die besten Vorraussetzungen, dem Handel die neuen Modelle noch vor dem Verkaufsstart zu demonstrieren."

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