Computermesse Systems
Bitkom hofft auf intelligente Videoüberwachung

Die IT-Branche hofft angesichts der gestiegenen Terrorängste auf ein gutes Geschäft mit Sicherheitstechnologien. Auf der Computermesse Systems in München warb der Branchenverband Bitkom am Montag vor allem für vom Computer ausgewertet Videoüberwachung und Biometrie-Dokumente.

dpa MÜNCHEN. Mit einer so genannten intelligenten Videoüberwachung könne die Sicherheit in Deutschland dauerhaft erhöht werden, sagte Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms. Dabei wertet eine Software die Bilder der Überwachungskameras aus und alarmiert Polizei oder Wachdienste.

"Videokameras alleine reichen nicht aus", betonte Harms. Die Daten müssten auch effizient ausgewertet werden. Im Bereich der Videoüberwachung werde in Deutschland noch zu wenig investiert. "Gerade einmal 16 Mill. Euro investieren die Behörden hier in die Kamerasicherheit", sagte Harms. Über eine mögliche Ausweitung der Videoüberwachung wird unter anderem nach den versuchten Bombenattentaten auf zwei Regionalzüge kontrovers diskutiert. Kritiker befürchten Eingriffe in Persönlichkeitsrechte, wenn verstärkt öffentlichliche Räume gefilmt werden.

Der weltweite Markt für Sicherheitselektronik ist dem Branchenverband zufolge in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 60 Prozent gewachsen. "Im vergangenen Jahr setzte die Branche fast 27 Mrd. Euro um", sagte Harms. Für 2010 rechneten Experten mit einem Jahresumsatz von mehr als 40 Mrd. Euro. Der deutsche Markt umfasse knapp zwei Mrd. Euro und wachse moderat. "Bis 2010 sollen die Umsätze auf 2,7 Mrd. Euro ansteigen."

Bei biometrischen Anwendungen sieht der Bitkom die Bundesrepublik unterdessen gut aufgestellt. Seit November 2005 seien mehr als 1,5 Mill. Pässe mit biometrischen Daten ausgegeben worden. Bislang wurden die Gesichtsmerkmale des Inhabers gespeichert, ab 2007 kommen Fingerabdrücke hinzu. "Innerhalb Europas stellt Deutschland den größten Biometriemarkt", sagte Harms. "Der Jahresumsatz lag bei knapp 100 Mill. Euro." Bis 2010 werde ein Wachstum von durchschnittlich 25 Prozent pro Jahr erwartet.

Die Computermesse Systems informiert über Technologien und Lösungen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie. Sie richtet sich in erster Linie an mittelständische Unternehmen. Noch bis zum Freitag präsentieren 1 260 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

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