Computermesse Systems
IT-Branche kämpft mit Preisdruck

Die IT-Branche zeigt sich zur Computermesse Systems in München trotz anhaltenden Preisdrucks und nach unten korrigierter Wachstumsprognosen für Deutschland zuversichtlich.

dpa MÜNCHEN. Zwar habe man wegen des anhaltenden Preisverfalls in der Telekommunikation die Umsatzerwartungen nach unten schrauben müssen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. „Das heißt aber nicht, dass die Stimmung schlecht ist - die Stimmung ist gut in der Branche“, so Rohleder in München. Andere Bereiche wie IT-Dienstleistungen entwickelten sich durchaus erfreulich.

134,1 Mrd. Euro Umsatz erwartet der Bitkom in diesem Jahr und damit wie im Vorjahr ein Plus von 2,6 Prozent. Ursprünglich hatte der Bitkom eine Prognose von 3,4 Prozent Umsatzwachstum für 2005 ausgegeben. Im EU-weiten Vergleich sei Deutschland aber in puncto Wachstumstempo damit zumindest wieder vom letzten Platz weggekommen, sagte Rohleder. „Vor zwei Jahren hatten wir noch die rote Laterne, jetzt ist Deutschland im Mittelfeld.“ Allerdings werde der Preisverfall in der Telekommunikation auch künftig die Wachstumschancen beeinträchtigen und im kommenden Jahr den Umsatzzuwachs auf voraussichtlich 2,4 Prozent drücken.

Zur diesjährigen Systems (24. bis 28. Oktober), die sich als „Arbeitszimmer der Branche“ versteht und sich vor allem an Mittelständler richtet, haben sich 1 260 Aussteller aus 23 Ländern angemeldet, 31 mehr als im vergangenen Jahr. 2004 hatte die Messe München Gmbh allerdings zunächst von 1 289 Ausstellern gesprochen, die Zahl war aber später nach Überprüfung durch die Messekontrollgesellschaft FKM nach unten korrigiert worden. Schwerpunkte der Systems sind in diesem Jahr neben IT-Sicherheit und mobiler Kommunikation auch die Prozessoptimierung in Unternehmen. Dabei wollen die Anbieter zeigen, wie sich mit Hilfe von IT und Kommunikations-Lösungen Geschäftsprozesse in Unternehmen verbessern lassen, wie Kosten gespart und neue Geschäftsfelder erschlossen werden können.

Zu den regionalen Schwerpunkten der Schau gehört auch in diesem Jahr Mittel- und Osteuropa mit Ausstellern aus Ländern wie der Tschechischen Republik, Rumänien oder aus der Russischen Föderation. Rohleder sieht die EU-Osterweiterung als Chance für die Branche. Wichtige Wachstumsmärkte lägen damit für die Firmen nun vor der Haustür. Auch der Trend zu IT-Outsourcing könnte letztlich für die deutschen Unternehmen positive Effekte haben. Untersuchungen hätten ergeben, dass durch die Auslagerung von Jobs per saldo mehr Stellen geschaffen als abgebaut würden, sagte Rohleder.

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