Computerspiel Minecraft
Mit Klötzchengrafik zum Millionär

Ein simples Klötzchenspiel ist derzeit einer der größten Internethypes. Nach dem Lego-Prinzip entstehen Schlösser, Achterbahnen und sogar Computer aus Pixel-Klötzchen. Einen 32-jährigen Schweden machte das zum Millionär.
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DüsseldorfDas Computerspiel Minecraft wurde bereits mehr als vier Millionen Mal verkauft – und das, obwohl es offiziell noch gar nicht fertig ist. Der Grund ist keine geniale Vermarktungsstrategie eines großen Spielkonzerns. Von den Großen der Spieleindustrie lange unbemerkt hat sich ein regelrechter Kult um das Spiel eines unabhängigen Programmierers entwickelt.

Grund dafür ist das Spiel-Prinzip mit Suchtfaktor: Als kleines Männchen ist der Spieler in einer zufällig generierten Pixel-Welt auf sich allein gestellt – und besitzt dabei alle Freiheiten, die vorgefundene Welt nach seinen Vorstellungen zu formen. Das fängt ganz harmlos und einfach an: Mit bloßen Händen formt der Spieler Erde zu Blöcken, um sich daraus eine erste behelfsmäßige Hütte zu bauen.

Virtuelle Welt mit unbegrenzten Möglichkeiten

Das Prinzip erinnert an einen Lego-Baukasten – und genauso kreativ geht die Spielegemeinschaft mit dem Spiel auch um. Aus den in der Spielewelt vorhandenen Rohstoffen werden Werkzeuge gebaut, um auch Steine, Holz und Lehm zu Blöcken zu verarbeiten. Das ermöglicht auch die Herstellung weiterer Werkzeuge.

Und so wandelt sich die schroffe Pixelwelt nach und nach zu einem Ort nach den ganz persönlichen Vorstellungen des Spielers. Dann geht es weiter - bis zum Bau von Schlössern, Achterbahnen, Schlachtschiffen und ganzer Städte. Erklärt wird dabei nichts – nur durch Ausprobieren kommt der Spieler auf die zahlreichen Möglichkeiten, die in der Welt vorhandenen Materialien zu kombinieren, um daraus faszinierende Spiele-Welten zu bauen.

Entwickelt hat das Spiel der erst 32 Jahre alte schwedische Programmierer Markus Persson zu Anfang im Alleingang. Inzwischen hat Persson die Firma Mojang AB gegründet, die das Spiel weiterentwickelt und vertreibt. Die Grundlage für das legte er allerdings noch ganz alleine – ganz ohne großen Spielehersteller im Rücken.

Perssons Spiel kennt weder ein Ziel, noch Highscores oder Level - und doch sind schon Millionen Spieler dem Spiel verfallen. Einzige definierte Aufgabe des Spielers ist das Überleben. Verteidigen muss sich der Spieler dabei gegen Zombies und andere Gegner, die in der kurzen Nacht den Spieler angreifen. Daher die ursprüngliche Notwendigkeit, sich eine Behausung zu bauen, die als Schutz vor den nächtlichen Angreifern dient.

Die Zombies sind jedoch längst in den Hintergrund getreten, die Internet-Community hat das virtuelle Lego-Spiel für sich entdeckt. Stolz präsentieren zahllose Minecraft-Spieler auf dem Video-Portal Youtube ihre virtuellen Bauwerke: eine Kathedrale, ein Fußballstadion, eine Szenerie aus dem Fantasy-Film „Herr der Ringe“, einen Fernseher, ein Flugzeug, eine Achterbahn, eine virtuelle Rechenmaschine – sogar den New Yorker Stadtteil Manhatten hat ein Spieler in mühsamer Detailarbeit nachgebaut. Ein Überblick über die schönsten Bauwerke des Spiels bietet auch das Computerspiele-Portal Gamestar.de.

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Ein Ende des Kults ist nicht abzusehen

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