Computerwurm
BSI warnt eindringlich vor Sober

Vor dem sich zur Zeit rasant ausbreitenden Computerwurm Sober hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Freitag erneut eindringlich gewarnt.

dpa BONN. Allen Internet-Nutzern empfiehlt das BSI, als Schutz eine spezielle Software zur Entfernung des Wurms herunterzuladen. Experten vermuten, dass viele Anwender von dem Schädling unbemerkt infiziert worden sind, da er sich weiterhin rasant verbreitet. Nach einer Infektion reichen herkömmliche Antivirenprogramme als Schutz nicht mehr aus.

Der seit rund fünf Tagen aktive Wurm schalte die auf den infizierten Rechnern installierte Sicherheitssoftware ab, teilte das BSI mit. PC-Nutzer sollten deshalb unbedingt eine spezielle Schutzsoftware aus dem Internet herunterladen, die den Wurm entfernt. Die Software ist etwa unter der Adresse  securityresponse.symantec.com/avcenter/Fixsbr.exe des Antivirensoftware-Herstellers Symantec oder bei Macaffee unter  download.nai.com/products/mcafee-avert/stng259.exe erhältlich. Anschließend sollte der vorhandene Virenschutz wieder aktualisiert werden.

Die derzeit aktuelle Sober-Variante verbreitet sich über E-Mails mit deutschem oder englischem Textinhalt und gibt sich als Post etwa des Bundeskriminalamtes, des FBI, des CIA, von ebay oder dem Fernsehsender RTL aus. In vielen Fällen gibt sich die gefälschte Nachricht in einwandfreiem Deutsch zum Beispiel als Post des Bundeskriminalamtes aus. Vermutlich deshalb kann sich der Schädling besser als so manche Vorgängerversion so gut verbreiten.

Der Empfänger wird in der Mail etwa vorgeblich davon unterrichtet, dass der Inhalt seines Rechners als Beweismittel sichergestellt wurde, da er illegal herunter geladene Filme und Dateien enthalte. Wie viele Empfänger darauf herein fallen können, zeigte sich vor einigen Tagen, als die Telefonanlagen und die E-Mail-Kapazitäten des BKA zeitweise nahezu zusammenbrachen. Wird die angehängte Zip-Datei geöffnet, kann sich der Wurm ungehindert ausbreiten und spioniert auch Daten auf dem Rechner aus. Betroffen sind Nutzer des Betriebssystems Windows, die Betriebssysteme Linux oder Mac OS können sich nicht infizieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%