Computerwurm legt Rechner lahm
„Sasser“ erzwingt ständig Neustarts

Ein neuer Computerwurm hat am Wochenende in kurzer Zeit eine Vielzahl von Rechner lahm gelegt. Zum Schutz vor dem Wurm hat Microsoft bereits ein entsprechendes Update zum Download ins Netz gestellt.

HB/hsn DÜSSELDORF. Ähnlich wie der „Blaster“-Wurm des vergangenen Jahres wird „Sasser“ nicht über den Anhang einer E-Mail verbreitet , sondern er infiziert alle Rechner, die mit „Windows 2000“ oder „Windows XP“ arbeiten und die nicht durch eine Firewall geschützt sind. Ein befallener Rechner muss immer wieder neu starten, so dass man nicht mehr mit ihm arbeiten kann.

Laut Virenexperten reicht es bereits, dass ein ungeschützter PC nur wenige Sekunden mit dem Internet verbunden ist, um sich zu infizieren. Die Software installiert sich in das „Run“-Verzeichnis der Windows-Registry und startet anschließend automatisch im Anschluss an das Booten, den Startvorgang von Windows. Für seine Weiterverbreitung erzeugt der Wurm zufällige IP-Adressen – jene Ziffernfolge, die jedem Computer im Netz zugeordnet ist und ihn eindeutig identifiziert. Danach versucht der Wurm, über einen bestimmten „Port“ – eine Übergabestelle für Daten aus dem Netz – in den PC einzudringen.

Um den Kreislauf der ständigen Neustarts zu unterbrechen und ein Reparaturprogramm (Patch) von Microsoft zur Schließung der Sicherheitslücke aufzuspielen, sollte man unter „Start/Ausführen“ den Befehl „shutdown -a“ eingeben (Leerzeichen ist wichtig!).

Microsoft hat die Schwachstelle bereits mit dem Sicherheits-Update KB835732 geschlossen. Für die Betriebssysteme Windows NT, 2000 und XP stehen Updates bereit. Die entsprechenden Dateien können von der Homepage des Software-Riesen unter www.microsoft.com heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Virus findet man auf der Homepage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter www.bsi.de.

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