Consumer Electronics
Philips sieht Margenziel in Gefahr

Der niederländische Unterhaltungselektronik-Konzern Royal Philips wird nach den Worten von Sparten-CEO Rudy Provoost im Geschäftsbereich Consumer Electronics (CE) möglicherweise sein operatives Margenziel verfehlen.

HB BERLIN. Wie Provoost am Donnerstag Dow Jones Newswires im Interview während der Internationalen Funkausstellung in Berlin am Mittwoch sagte, könnte die Ebit-Marge am Ende des Jahres eventuell knapp unter der angestrebten Spanne von 4 Prozent bis 4,5 Prozent liegen.

Für das abgelaufene zweite Quartal hatte die CE-Sparte eine Ebit-Marge von lediglich 1,8 Prozent ausgewiesen. Philips-CFO Pierre Jean Sivignon hatte daraufhin bereits davor gewarnt, dass das Margenziel im Gesamtjahr möglicherweise verfehlt werden könnte.

Die CE-Sparte liefert mit einem Jahresumsatz von zuletzt 10,4 Mrd. Euro den größten Beitrag zum Konzernumsatz (2005: 30,4 Mrd. Euro). Allerdings wurde der Geschäftsbereich im Zuge des derzeit laufenden Konzernumbaus von CEO Gerard Kleisterlee nicht als Wachstumsfeld identifiziert. Kleisterlee sieht vor allem im Healthcare-Geschäft Wachstumschancen für den Philips-Konzern.

Verzögerungen wird es Philips-Manager Provoost zufolge beim Eintritt in den boomenden Markt für Navigationsgeräte geben. Die ursprünglich für September angekündigte Markteinführung eines Philips-Navigationsgeräts ist Provoost nun für Anfang 2007 vorgesehen. Derzeit nehme das Unternehmen noch die "Feinabstimmung" vor, die etwas länger als erwartet dauere.

Philips will sein Navigationsgerät früheren Angaben zufolge zwischen 399 und 599 Euro anbieten. Provoost wollte allerdings auch einen niedrigeren Verkaufspreis nicht ausschließen, sollte das die Marktsituation notwendig machen.

Um die Profitabilität der CE-Sparte langfristig zu verbessern, erwägt das Unternehmen Zukäufe laut Provoost für seinen Geschäftsbereich Consumer Electronics. Hier schaue das Unternehmen vor allem nach Akquisitionen bei Produkten für die Systemperipherie und Accessoires im PC- und Audio/Video-Bereich.

Zukäufe in diesem Bereich müssten helfen, die Profitabilität der Unterhaltungselektroniksparte "strukturell zu verbessern", so der Philips - Manager. Finanzielle Details oder einen Zeitplan für mögliche Zukäufe wollte Provoost nicht nennen.

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