Darüber spricht das Netz
Apple und die Pressefreiheit

Apple sorgt ausnahmsweise für Negativ-Schlagzeilen: Mit juristischen Mitteln ließ die Firma ein Blog schließen, weil es "Geheimnisse" ausplauderte. Unterdessen feiert die BBC 10 Jahre "bbc.co.uk" und die amerikanische Filmindustrie landet einen Punktsieg gegen die Piratenszene. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".
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Aufgeregte Diskussionen in Blogs aus aller Welt sind für Apple nichts Neues. Doch meist geht es dabei um neue Produkte, die anschließend jeder haben muss. Nicht diesmal, denn Apple sorgt derzeit für überaus negative Schlagzeilen. Die Steve-Jobs-Firma hat mit juristischen Mitteln einen Blogger dazu gezwungen, sein Blog zu schließen.

Nicholas Ciarelli hatte in seinem Blog "Think Secret" vor gut zwei Jahren berichtet, dass Apple einen Computer namens Mac Mini auf den Markt bringen wolle - Wochen, bevor Steve Jobs diese Neuigkeit offiziell verkünden wollte. Apple verklagte "Think Secret" und Ciarelli, weil er Firmengeheimnisse verraten habe. Er solle seine Quellen innerhalb des Apple-Konzerns nennen. Ciarelli verweigerte das und berief sich auf die Pressefreiheit, schließlich müsse es Journalisten - und Bloggern - erlaubt sein, investigativ zu arbeiten.

Nach langen juristischen Auseinandersetzungen nun also das Aus für "Think Secret". Offiziell haben Apple und Ciarelli sich darauf geeinigt, dass er seine Quellen nicht nennen muss, dafür aber sein Blog schließt. Eine bittere Stunde für journalistische Blogger, die zeigt, dass für Blogs eben doch noch nicht die selben Regeln und Rechte gelten wie für große Verlage und Fernsehsender.

Internet-Links

» ars technica

fasst den Fall Apple vs. "Think secret" zusammen.

Die kurze » offizielle Mitteilung über das Aus von "Think Secret".

Die aufgeregte Diskussion - abgebildet bei » Techmeme.

Kritische Meinung im "Salon"-Blog » Machinist.

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