Darüber spricht das Netz
Barbie schwingt sich zum Internet-Star auf

Der neueste Internet-Hype heißt heißt Barbie. Spielwaren-Hersteller Mattel hat in kürzester Zeit eine extrem erfolgreiche 3D-Welt im Netz etabliert. Unterdessen verlassen Unternehmen Second Life, stürzen sich auf Twitter und erzeugen neue Hypes. Die spannendsten Themen aus internationalen Blogs und Netzmedien - jeden Freitag bei Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Nachdem Second Life immer mehr Kritiker auf den Plan ruft, zeigt ausgerechnet ein Spielwarenhersteller, wie man Erfolg mit einer 3D-Welt im Internet haben kann. Innerhalb kürzester Zeit hat sich Mattel zu einem großen Internet-Unternehmen entwickelt. Die kürzlich gestartete 3D-Welt "Barbie Girls", eine Art abgespecktes Second Life für kleine Mädchen, hat laut Unternehmensangaben innerhalb von nur 60 Tagen sensationelle 2,75 Millionen Mitglieder gewonnen - und jeden Tag kommen 40 000 bis 50 000 weitere hinzu.

In "Barbie Girls" können die Mädchen eine Puppe durch eine 3D-Welt steuern, ihr Aussehen verändern, neue Kleidung und Möbel kaufen und viele Dinge mehr. Der durchschlagende Erfolg von "Barbie Girls" ist ein erneutes spektakuläres Beispiel dafür, dass sich die Marktanteile im Internet nahezu täglich neu verteilen und morgen ein Welterfolg an den Start gehen kann, von dem heute noch niemand etwas weiß.

Links:
» Bericht zum "Barbie World"-Phänomen im "Scientific American"-Blog
» Analyse zum Virtual-World-Markt bei "GigaOM"
» Auch "TechCrunch" berichtet
» Die "Barbie Girls"-Website

Second Life und Twitter am Ende?

Zwei der großen Hypes der vergangenen Monate kommen unterdessen derzeit unter die Räder: Zahlreiche Blogs und Online-Medien wollen das schleichende Ende von Second Life und Twitter erkannt haben. Zumindest als Marketinginstrument sollen die Plattformen unbrauchbar sein. Die "L.A. Times" hatte berichtet, dass zahlreiche Unternehmen die 3D-Community "Second Life" längst ernüchtert wieder verlassen haben. Das "Wall Street Journal" beobachtete, dass viele Firmen stattdessen nun die Kurzmitteilungs-Plattform Twitter für sich und ihre Ideen entdecken. Beide Entwicklungen hat "Bits", das Technik-Blog der "New York Times", aufgegriffen. Das Resumé der lesenswerten Analyse: Sowohl Second Life als auch Twitter sind keine Plattformen für den Massenmarkt, Marketingleute sollten mehr über Kunden nachdenken als über Pressemitteilungen.

Links:
» Der auslösende Second-Life-Artikel der "L.A.Times"
» Das "Wall Street Journal" über Twitter
» Der ausführliche Eintrag im "Bits"-Blog der "New York Times"

Hype-Blogs

Zwei weitere Berichte setzen sich etwas allgemeiner mit dem Thema Hypes im Internet auseinander. Das Blog "Mashable" hat versucht herauszufinden, welches große Thema bislang das "Most Hyped 2007" war. Angetreten sind das soziale Netzwerk Facebook, das iPhone, sowie die Kurzmitteilungsdienste Twitter und Pownce. Untersucht wurden Zugriffszahlen, Erwähnungen der vier Themen in Blogs und Bookmark-Diensten und einiges mehr. Das Ergebnis: "Most Hyped 2007" ist das iPhone mit knappem Vorsprung vor Facebook.

Das "technology blog" des "Guardian" greift den "Hype Cycle" des britischen Technologie-Marktforschungs-Unternehmens Gartner auf. Die Firma hat auf sehr übersichtliche und plakative Art und Weise aufgezeichnet, welche technologischen Entwicklungen derzeit massiv gehypet werden, welche schon wieder an Bedeutung verlieren und welche den Sprung in den Massenmarkt schaffen. So befindet sich mobiles Fernsehen beispielsweise auf dem absteigenden Ast, während Video on Demand im Massenmarkt angekommen ist.

Internet-Links
» "Mashable"-Eintrag: "Most Hyped 2007"
» Das "technology blog" über die Gartner-Studie "Hype Cycle"

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