Darüber spricht das Netz
CBS schnappt sich Last.fm

Das Netz ist in Bewegung. An jedem Tag tun sich erstaunliche Dinge, wird den Nutzern das Leben erleichtert, wachsen die verschiedenen Medien weiter zusammen, entstehen neue Geschäftsmodelle, während andere zusammenbrechen. Handelsblatt.com unternimmt eine Reise in die wichtigsten internationalen Blogs und Web-Medien und gibt Ihnen den Überblick über die Netzgeschichten der Woche.
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DÜSSELDORF. Die Story der Woche ist zweifellos die Last.fm-Übernahme durch CBS. Last.fm ist eine aus Europa stammende Musik-Community, in der Nutzer durch ausgeklügelte Mechanismen ständig neue Musik entdecken können, die zu ihrem persönlichen Geschmack passt. Zudem gibt es die Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen, eigene Charts anzeigen zu lassen, sich in Foren zu tummeln und viele Features mehr. Nach eigenen Angaben verfügt Last.fm über 15 Millionen Mitglieder.

CBS blättert nun 280 Millionen Dollar für die derzeit auch für den Grimme Online Award nominierte Plattform hin. Die Gruppe betreibt neben einer Reihe von Fernsehsendern auch die mit 179 Sendern größte Radiokette in den USA. CBS wird sicher auch versuchen, Fernsehinhalte über Last.fm zu verbreiten. Dort wurde nämlich vor Kurzem eine Videofunktion integriert. Für CBS also eine passende Akquisition, die von den Problemen mit eigenen Netz-Angeboten wie dem gescheiterten Bewegtbildangebot "Innertube" ablenkt. Die Last.fm-Gründer Felix Miller, Martin Stiksel und Richard Jones sollen das Unternehmen vorerst weiter aus London führen.

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Ein großes Thema im Netz bleiben Kartendienste. Google Maps hat in dieser Woche eine Erweiterung namens "Street View" an den Start gebracht. Damit lässt sich mit Rundumblick durch zahlreiche Straßen ausgewählter US-Städte wie New York oder San Francisco fahren. Passend dazu hat das Unternehmen das spanische Start-Up Panoramio übernommen. Panoramio bietet einen Dienst an, der Millionen von Fotos mit den exakten geographischen Daten versieht, an denen das Foto aufgenommen wurde. Panoramio wurde auch in "Google Earth" integriert.

Microsoft hat unterdessen seinem Dienst "Live Search Maps" ebenfalls ein neues Feature gegönnt. So gibt es von New York und acht anderen Orten der USA, Englands und Kanadas ab sofort beeindruckende fotorealistische 3-D-Karten.

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Bill Gates persönlich hat einen neuen Computer vorgestellt, den "Microsoft Surface". Das Besondere: Er wird nicht mit einer Tastatur oder Maus bedient, sondern allein mit Händen und Fingern. Im Betrieb sieht das in etwa so aus wie die berühmten Szenen mit Tom Cruise aus dem Hollywood-Film "Minority Report", in denen er wild mit den Händen fuchtelnd einen Hologramm-Computer bedient. Der Monitor-Tisch des "Surface" erkennt sogar, wenn der Nutzer eine Digitalkamera oder einen MP3-Player auf ihn legt und startet automatisch die passenden Programme. Was vor Monaten noch eine Zukunftsvision war, ist nun also Wirklichkeit. Noch ist der "Surface" für Normalbürger allerdings unbezahlbar. Bestellt wurde er bisher u.a. von Luxushotels.

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