Darüber spricht das Netz
Der Alptraum von Firmenchefs

Eine neue Website sammelt anonyme Unternehmens-Bewertungen von ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern. In England baut die BBC unterdessen an einem gigantischen Internet-Archiv und Video-Plattform Hulu wächst und wächst. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".

Für hitzige Diskussionen hat in dieser Woche glassdoor.com gesorgt, eine neue Website, die der Alptraum von Unternehmens-Chefs werden könnte. Auf der Seite sollen Mitarbeiter ihre Firmen und Chefs bewerten und gleichzeitig verraten, was sie verdienen - alles komplett anonym, versteht sich. Bereits jetzt finden sich erstaunlich viele dieser Bewertungen und Kritiken auf glassdoor.com. So haben 156 aktuelle und ehemalige Microsoft-Mitarbeiter ausführliche Bewertungen über ihre Arbeitsbedingungen geschrieben, bei anderen populären Technik-Firmen sind die Zahlen ebenfalls hoch (Apple: 78, Google: 66, Yahoo: 66).

Die meisten Ergebnisse und Reviews sind nur für eingeloggte glassdoor.com-Mitglieder einsehbar, die auch eine Bewertung über ihre Firma geliefert haben - daher die schon jetzt beachtlichen Zahlen. Auch Nicht-Mitglieder können jedoch etwas lernen: So sind Microsoft-Mitarbeiter anscheinend sehr zufrieden mit ihrem Unternehmen - Yahoo-Mitarbeiter deutlich weniger. Nur 53% finden, CEO Jerry Yang mache gute Arbeit. Das meiste Geld lässt sich anscheinend bei Google verdienen: Senior Software Engineers verdienen dort nach eigenen Auskünften rund 124.000 Dollar im Jahr. Ein spannendes Projekt ist es auf jeden Fall, dieses glassdoor.com. Ob CEOs und Firmenchefs das allerdings auch finden - oder ihre Rechtsabteilungen schon mit Klagen beauftragt haben - man wird sehen.

Internet-Links

» Glassdoor.com

» Ausführlicher Bericht bei TechCrunch

» Machinist: Glassdoor.com shows Apple's minions work for peanuts

» Om Maliks Meinung - bei GigaOM

Während in Deutschland Politik, Verlage und Privat-TV mit ARD und ZDF um deren Rolle im Internet ringen, sorgt die BBC mit einem grandiosen Projekt für Aufsehen, das wohl angesichts der aktuellen Diskussionen in Deutschland unmöglich wäre. Derzeit schafft die BBC für jede ihrer seit den 30er Jahren ausgestrahlte Sendung eine eigene Website. Dort gibt es Informationen, wann und wo die Sendung ausgestrahlt wurde, weiterführende Links und zahlreiche Clips. Wenn ganze Sendungen über den BBC-iPlayer, über iTunes oder andere Video-Dienste verfügbar sind, wird das auf der betreffenden Seite ebenfalls verzeichnet. In den vergangenen drei Monaten sind so schon 160.000 Seiten entstanden, die Teild es gigantischen Netz-Archivs werden.

Internet-Links

» Der Guardian berichtet über das BBC-Archiv-Projekt

Die aufstrebende US-Video-Plattform Hulu gewinnt weiter an Attraktivität. Künftig sind auch die "Daily Show with Jon Stewart" und der "Colbert Report" des Viacom-Senders Comedy Central über Hulu verfügbar. Zudem steuert das nicht-kommerzielle Sendernetzwerk PBS zahlreiche Magazine und Dokus bei. Damit wird Hulu, ein Joint Venture von NBC und Fox immer mehr zur Alternative zum herkömmlichen Fernsehen - leider aber weiterhin nur für US-Amerikaner. Ein weiterer Player, der sich noch sträubt, bei Hulu mitzumachen, ist Warner. Dort laufen stattdessen die Vorbereitungen an einer eigenen Website, die alte WB-Serien und neu für das Netz produziertes Material zeigen soll.

Internet-Links

» Ars technica berichtet über den Viacom-Hulu-Deal

» Artikel bei Webware

» Details zur PBS-Hulu-Kooperation im New-York-Times-Blog Bits

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