Darüber spricht das Netz
Gema gegen den Rest der Welt

Die Komponisten- und Autoren-Vereinigung Gema legt sich nach der Einigung mit Youtube nun mit Jamba & Co an. Grund: fehlende Millionenbeträge für die Mitglieder. Unterdessen streitet Universal mit Apple und die Bloggerszene hat ein neues Lieblingsspielzeug: Pownce. Die interessantesten und wichtigsten Diskussionen der Woche in internationalen Blogs und Web-Medien:

Gema überall. Kaum kommt die halb-offizielle Meldung ans Tageslicht, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte hätte sich mit Youtube geeinigt, so dass einer deutschen Version des beliebten Videoangebots nichts mehr im Wege steht, legt sie sich mit einer anderen Branche an. Wieder geht es um das Internet, aber diesmal nicht um Videos, sondern vor allem um Klingeltöne und Musik-Downloads.

Die Gema hat nämlich den Vertrag mit dem Bundesverband Bitkom gekündigt, in dem weit über 1000 Unternehmen der Internet- und Telekombranchen zusammengeschlossen sind. Der Gema missfällt, dass die Verhandlungen mit der Bitkom ins Stocken geraten sind. So fehlen der Gema - vor allem aus dem Geschäft mit Klingeltönen Millionenbeträge für die Jahre 2003 bis 2007, die sie an ihre Mitglieder - Komponisten, Autoren, etc. - weitergeben will. Vor allem das Unternehmen Jamba sei der Gema negativ aufgefallen. Dort bestehe keinerlei Interesse daran, Geschäftszahlen offenzulegen, damit die Gema an ihre Gelder kommt.

Internet-Links

Neuigkeiten gibt es auch von weiteren Baustellen der Musikindustrie. So hat Universal Music, die größte der Major-Plattenfirmen, den Zweijahresvertrag mit Apples Download-Dienst iTunes nicht verlängert und will nun nur noch monatliche Vereinbarung abschließen. Der Tonträger-Industrie missfällt die Marktdominanz von iTunes schon seit Längerem. Besonders die Preisgestaltung und die fehlende Kompatibilität des iPod zu iTunes-Konkurrenten werden kritisiert. Ein spannender Vertragspoker steht nun bevor, der zeigen wird, ob Universal mit Künstlern wie U2, Bon Jovi und Eminem am längeren Hebel sitzt - oder iTunes mit seiner gigantischen Marktmacht, auf die auch Universal eigentlich nicht verzichten kann.

Einen noch wesentlich ungeliebteren Download-Dienst hat die Musikindustrie unterdessen ausgeschaltet: "AllOfMP3.com". Aus Russland heraus bot der Dienst weltweit Musik-Downloads zu Minipreisen an. Lang schwebte ein juristischer Streit, ob der Dienst mit russischer Lizenz weltweit agieren darf, nun hat sich die Industrie - angeblich mit Unterstützung der russischen Regierung - durchgesetzt, "AllOfMP3.com" ist ebenso wie der ähnliche Anbieter "Mp3Sparks" Geschichte.

Internet-Links

Blogger sind oft weit vorn beim Erspüren neuer Internet-Trends. Flickr, Youtube oder zuletzt Twitter: All diese Dienste wurden durch kräftige Unterstützung von Bloggern zu den Erfolgen, die sie sind. Neuester Hype in der Bloggerszene: Pownce. Entwickelt vom Digg-Gründer Kevin Rose, lehnt sich Pownce an den Kurzmitteilungsdienst Twitter an, bietet zwar mehr Funktionen, dafür aber keine Handy-Schnittstelle. Über Pownce lassen sich neben kurzen Texten beispielsweise auch Dateien und Termine unter die Leute bringen, Freundeskreise können sich so ständig über alles Mögliche auf dem Laufenden halten. Zwar befindet sich Pownce derzeit noch in einem nicht-öffentlichen Betatest, doch Tausende Blogger sind bereits dabei. Ob Pownce tatsächlich das nächste große Ding im Netz wird - oder nur ein kurzlebiger Hype, bleibt abzuwarten. Die Voraussetzungen für Ersteres scheinen dank der Netz-Berühmtheit Kevin Rose aber nicht schlecht.

Internet-Links

Seite 1:

Gema gegen den Rest der Welt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%