Darüber spricht das Netz
Hollywood vor erstem Autorenstreik seit fast 20 Jahren

Amerika in Angst: Ein Streik bedroht das Lieblingsmedium Fernsehen. Im streikfreien Internet baut Google unterdessen seine Anti-Facebook-Allianz aus, während sich deutsche Videoplattformen auf einem Irrweg befinden. Worüber sonst noch im Netz diskutiert wurde, und was Youtube-Commercial und den Gaga-Link der Woche sind, erfahren sie hier.

Nach der Deutschen Bahn könnte es nun auch in Hollywood zu langwierigen Streiks kommen. Die Autorengewerkschaft Writers Guild of America hat Gespräche mit den Fernseh- und Kinoproduzenten abgebrochen und könnte bereits am Montag in einen Streik eintreten. Grund der Streitigkeiten: die DVD-Rechte. Die Autoren, die aktuell etwa 4 Cent pro verkaufter DVD bekommen, wollen mehr, die Produzenten sperren sich. Während in den Kinos mittelfristig nur wenige Einschränkungen zu sehen sein dürften, sieht es im Fernsehen wesentlich dramatischer aus. So würden alle tagesaktuellen Late-Night-Shows von Jay Leno, David Letterman oder Jon Stewart wohl sehr schnell ausfallen, wenn die Autoren streiken. Ähnlich sieht es bei den Fernsehserien aus. Zwar dürften dort noch einige fertige Episoden pro Serie bereit liegen, doch die Serien werden in Hollywood wesentlich kurzfristiger produziert als z.B. in Deutschland. So lassen sich im Falle einer Absetzung Kosten für Personal etc. einsparen - im Falle eines Streiks schlägt dieser Vorteil dann aber schnell in einen großen Nachteil um. Einige Blogger sehen den drohenden Streik dennoch positiv: Großer Profiteur könnte nämlich das Internet sein. Wird das Fernsehen für Wochen unattraktiv, dürften die Nutzerzahlen im Netz stark steigen.

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Das größte Thema der Woche war natürlich - nicht nur in den Handelsblatt-Blogs - der von Google initiierte Angriff auf das Erfolgsmodell des sozialen Netzwerks Facebook. In Kooperation mit zahlreichen Facebook-Konkurrenten - in Deutschland sind u.a. Xing und amiando dabei - will Google mit "Open Social" einen Standard schaffen, der es Entwicklern ermöglicht, Zusatzdienste für all diese Anbieter mit wesentlich weniger Aufwand zu entwickeln. Einmal programmiert sollen die Applikationen bei allen Kooperationspartnern funktionieren. Facebook war zuvor vor allem wegen dieser Zusatzdienste von Drittanbietern groß geworden. In kurzer Zeit hatten Facebook-Nutzer die Auswahl aus Hunderten solcher Dienste. Trotz des großen "Open Social"-Hypes, der momentan durch die Blogs zieht, darf Facebook aber erstmal gelassen bleiben. Der Vorsprung, den das Netzwerk in Sachen Social-Software-Applikationen besitzt, dürfte noch eine Weile so groß bleiben. Und wenn die Konkurrenz dank "Open Social" doch aufholen sollte, kann Facebook der Kooperation immer noch beitreten. Die großen Gewinner der "Open Social"-Initiative stehen aber bereits jetzt fest: die Entwickler der Social-Network-Zusatzdienste. Der Markt wird in den kommenden Wochen massiv expandieren.

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Aktuelle Nutzerzahlen der IVW und der AGOF zeigen, dass der rasante Aufstieg der deutschen Internetvideoportale "MyVideo" und "Clipfish" vorerst gestoppt ist. Seit einiger Zeit stagnieren die Werte. Internet-TV-Experte Bertram legt in seinem Blog "Digitaler Film" in einer sehr lesenswerten Analyse nun dar, woran das liegen könnte, ob "Youtube" auch in Deutschland nicht mehr zu stoppen ist und welche Fehler "MyVideo", Clipfish" und "Sevenload" seiner Meinung nach machen.

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  • "Deutsche Videohoster auf Irrwegen", eine Analyse von » Bertram .
  • Die neuen Nutzerzahlen der » AGOF .
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