Darüber spricht das Netz
iPhone-Shop wird zum Milliarden-Geschäft

Neue Zahlen zum iPhone-App-Stores erzählen eine Erfolgsstory: Täglich wird bereits Software für eine Million Dollar über ihn verkauft. Unterdessen hat sich Twitter von seiner SMS-Funktion verabschiedet und Italien kämpft mit Zensur gegen Raubkopierer. "Darüber spricht das Netz" - jede Woche bei "Handelsblatt.com".
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Die Erfolgsgeschichte des iPhones geht unvermindert weiter. Während Analysten davon sprechen, dass sich das neue Apple-Telefon allein in diesem Quartal rund 4,5 Mio. Mal verkaufen wird - und damit etwa viermal so stark wie das Vorgängermodell im Vergleichszeitraum - sorgt vor allem der Downloadshop für iPhone-Software für viele Diskussionen. Als Steve Jobs vor einigen Tagen erzählte, bisher seien im Tages-Durchschnitt Programme für rund eine Million Dollar gekauft worden, war klar, dass der App Store zum Milliardengeschäft werden kann. Während TechCrunch zwar prognostiziert, dass der Sättigungspunkt, an dem die Nutzer keine Programme mehr auf ihr iPhone laden werden, schnell kommen wird, ist für Mashable der App Store der Schlüssel zum iPhone-Erfolg.

All die kleinen nützlichen Helfer vom Fahrplan für den Berliner Nahverkehr bis zum ebay-Überwacher für unterwegs würden dafür sorgen, dass Millionen weitere Technikbegeisterte ein iPhone kaufen. Kein anderes Mobiltelefon sei so mächtig und vielfältig einsetzbar. Auch die Mobilfunkbetreiber lässt der Erfolg des Apple-Shops ins Grübeln kommen. So will T-Mobile in den USA nun einen ähnlichen Store an den Start bringen, über den man Zusatzprogramme für alle Telefone verkaufen will, die man im Programm hat. Bei Erfolg wird dieser Shop sicher auch nach Deutschland kommen. Den Erfolg des iPhone App Stores wird er aber wohl kaum erreichen können.

Internet-Links

TechCrunchs Meinung zum Erfolg des iPhone-Stores

Mashable: Why the App Store is the Key to the iPhone?s Success

Kritisches bei last100: Why I refuse to upgrade to iPhone 3G

Silicon Alley Insider und die iPhone-Verkaufsprognosen

Mashables Eintrag zu den T-Mobile-Plänen

Während die Nutzerzahlen des Kompaktkommunikationsdienstes Twitter unaufhörlich ansteigen, hat sich das Unternehmen nun von einer Funktion verabschiedet. Ab sofort ist es in den meisten Ländern, u.a. Deutschland, nicht mehr möglich, die Botschaften der befreundeten Nutzer per SMS aufs Handy geschickt zu bekommen. Nur in den USA, Kanada und Indien werden Tweets noch per SMS verschickt. Grund: Dort bezahlen nicht nur die Sender, sondern auch die Empfänger für eine SMS, Twitter verdient also sogar ein wenig pro verschickter Nachricht mit. In Europa, wo ausschließlich der Versender der Kurznachrichten zahlt, hat ein Twitter-Nutzer hingegen bisher Kosten von etwa 10 Euro pro Woche verursacht. Angesichts des Erfolgs mit ständig steigenden Nutzerzahlen viel zu viel. Den Erfolg des Dienstes wird auch diese Einschränkung nicht bremsen, schließlich schafften das auch die ständigen Ausfälle und Offlinezeiten nicht.

Internet-Links

TechCrunch: Why Twitter Hasn?t Failed: The Power Of Audience

VenrureBeat: Twitter kills SMS service in some countries over costs. Will someone kill SMS already?

The Next web: What made Twitter do it: the essential difference between sms handling in Europe and US

Ein italienischer Richter hat offenbar dafür gesorgt, dass die beliebte Bittorrent-Download-Plattform The Pirate Bay, über die u.a. zahlreiche illegale Inhalte wie Kinofilme, Software und Videospiele zu bekommen sind, in Italien gesperrt wurde. Rund 70% der italienischen Nutzer sollen nicht mehr auf die Seite gekommen sein, nachdem der Richter die Sperre angeordnet hatte. Wirksam war die Aktion aber nicht wirklich. Bereits nach kurzer Zeit war The Pirate Bay auch in Italien dank neuer IP-Adresse und anderem Domainnamen wieder erreichbar. Zudem war die Sperre für die Website wohl vor allem kostenlose Werbung: In Dänemark hat man nach einer ähnlichen Aktion seine Nutzerzahlen deutlich erhöhen können.

Internet-Links

TorrentFreak: The Pirate Bay Blocked in Italy

futureZone: China auf Italienisch

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