Darüber spricht das Netz
Ist die Blu-Ray-Disc schon am Ende?

Gegen den Konkurrenten HD-DVD hat sie sich zwar durchgesetzt, doch Sonys Blu-Ray-Disc kommt trotzdem nicht so recht in Fahrt, wird von einigen Bloggern schon wieder beerdigt. Unterdessen gibt es eine kleine Sensation in Sachen Beatles-Musik zu melden und Microsoft sorgt für weltweite Schlagzeilen. „Darüber spricht das Netz“ – jeden Freitag bei „Handelsblatt.com“.
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"Blu-Ray ist tot - toller Job, Sony!" titelt ZDNet-Blogger Robin Harris frei übersetzt und bringt damit auf den Punkt, was immer lauter diskutiert wird. Trotz des Sieges gegen das Konkurrenzformat HD-DVD könnte auch die Blu-Ray-Disc ein Nischenprodukt bleiben. Nur bei 4 Prozent liegt der Blu-Ray-Marktanteil bei den US-Verkäufen, ein deutlicher Anstieg ist nicht in Sicht. Fast allen Konsumenten reicht die DVD-Qualität vollkommen aus. Für Harris liegen die Gründe dafür auf der Hand: Blu-Rays sind zu teuer, kosten oftmals das Doppelte normaler DVDs, ähnliches gilt für die Abspielgeräte. Beschreibbare Blu-Ray-Discs sind ebenfalls zu teuer und oftmals inkompatibel zu einigen Playern und nicht zuletzt sind die Lizenzkosten für Film- und Serien-Hersteller zu hoch, überhaupt Blu-Ray-Versionen ihrer Produktionen auf den Markt zu bringen. Einer der wichtigsten Gründe ist zudem das Internet: Selbst Leute, die ihre Filme in HD-Qualität schauen wollen, müssen sich keine teure Blu-Ray-Disc kaufen. Internet-Streams werden immer komfortabler und sind zudem günstiger. DVD-Verleiher Netflix streamt demnächst Filme auf Microsoft XBox360 und die Tivo-Festplattenrekorder. Wer braucht da noch ein schwerfälliges, überteuertes Produkt wie die Blu-Ray?

Internet-Links

Storage Bits: Blu-ray is dead - heckuva job, Sony!

WebProNews: What Home Entertainment Technology Will Win?

The Wall Street Journal: Retailers Slash Blu-Ray Player Prices

MTV-Mutter Viacom ist eine kleine Sensation gelungen: Für ein Videospiel hat man einen Vertrag mit Apple Corps geschlossen, der Firma, die die Rechte der Beatles-Songs verwaltet. Die Beatles-Musik wird die Hauptrolle in einem neuen Videospiel der Entwickler Harmonix (ebenfalls eine Viacom-Tochter) spielen, in dem die Spieler die Songs mit eigens hergestellten Plastikinstrumenten nachspielen können. Noch sind nicht viele Details zu dem Spiel bekannt, doch soll es ein eigenes Game werden und kein Ableger der ebenfalls von Harmonix hergestellten "Rock Band"-Reihe. Damit wird Musik der Beatles zum ersten Mal überhaupt für ein moderneres Produkt als eine Audio-CD lizenziert. Selbst als Download bei iTunes & Co. gibt es die Songs noch immer nicht. Das Spiel soll 2009, wahrscheinlich für alle relevanten Konsolen erscheinen.

Internet-Links

Joystiq: MTV and Apple Corps announce Beatles game

The Huffington Post: Beatles Video Game To Hit Market, Not Part Of "Rock Band" Franchise

ars technica: Dig it: MTV-Harmonix announce standalone Beatles game

Das größte Thema in den Blogs waren natürlich in dieser Woche die vielen Microsoft-Ankündigungen zu neuen Windows- und Office-Produkten (Handelsblatt.com berichtete ausführlich). Dabei stieß insbesondere die Nachricht, endlich Online-Versionen von Word, Excel und Powerpoint auf den Markt zu bringen, auf viel Interesse. Google sei Dank, urteilt TechCrunch und spielt dabei auf die Tatsache an, dass der Netz-Multi Microsoft mit Services wie Google Docs zu dieser Entscheidung getrieben hat. Die Online-Office-Versionen sollen dabei sowohl als kostenpflichtiges als auch als kostenloses, durch Werbung finanziertes Produkt erscheinen. Letzteres dann mit Beschränkungen bei der Funktionalität. Besonders dort setzt natürlich die Kritik vieler Blogger an, die gern den kompletten Office-Komfort kostenlos online hätten. Für eine solch weitreichende Entscheidung ist es bei Microsoft aber eindeutig noch zu früh.

Internet-Links

Webware: Finally getting with the program: Microsoft to offer Office online

TechCrunch: Microsoft Office Embraces The Browser (Thank You Google)

lifehacker: First Look: Microsoft Office Heads Online with Next Release

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