Darüber spricht das Netz
Kindle auf dem Weg zum Milliarden-Business

Kurz bevor Internet-Versandhaus Amazon die neue Version des E-Book-Readers Kindle vorstellt, diskutiert das Netz über den Erfolg des Geräts. Amazon steigt unterdessen auch in das Geschäft der Casual Games ein - und bei Google lassen sich Freunde nun in Echtzeit aufspüren. "Darüber spricht das Netz" - jede Woche bei "Handelsblatt.com".
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Am Montag wird Amazon auf einer Pressekonferenz aller Wahrscheinlichkeit nach den Nachfolger seines E-Book-Readers Kindle präsentieren. Details sind noch nicht bekannt, doch das Vorgänger-Gerät, das derzeit nur extrem schwer zu bekommen ist, hat sich offenbar zu einem großen Erfolg gemausert. Nach einem Bericht des Citi-Analysten Mark Mahaney hat Amazon im Jahr 2008 rund 500 000 Kindles verkauft. Mahaney geht davon aus, dass aus dem Gerät schon 2010 ein Milliarden-Business werden könnten - nämlich dann, wenn sich 2009 rund eine Million Geräte verkaufen, und 2010 etwa 3,5 Millionen - und wenn jeder Kunde im Durchschnitt ein Buch pro Monat auf sein Kindle lädt.

Ausgeschlossen ist das nicht, denn nach anfänglichem Belächeln sorgt das Gerät fast nirgends mehr für Kopfschütteln. Auch Content-Anbieter profitieren vom Kindle-Boom. So hat "New York Times"-Chefredakteur Bill Keller vor einigen Tagen gesagt, dass sich das Geschäft mit den E-Paper-Abos für seine Zeitung recht gut entwickle. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der mobile E-Book-Markt gerade erst anfängt, aufzublühen, ist der Sprung von Google in den Markt. Am Donnerstag stellte das Unternehmen nämlich eine mobile Version seiner Book Search vor: Ab sofort lassen sich damit 1,5 Millionen Bücher - zum großen Teil Klassiker - auf Geräte wie das iPhone holen.

Internet-Links

Silicon Alley Insider: Amazon Sold 500,000 Kindles In 2008

MediaMemo: New York Times: Kindle Sales Are a ?Modest? Business

ReadWriteWeb: Google Book Search Goes Mobile

ars technica: The once and future e-book: on reading in the digital age

In den vergangenen Tagen hat Amazon auch ein neues Geschäftsfeld betreten - das boomende Segment der Casual Games. Das sind Computer- und Videospiele, für die der Spieler keine ganzen Tage und Nächte opfern muss, sondern die für ein paar Minuten zwischendurch gespielt werden können, in der Mittagspause im Büro zum Beispiel. In seinem Game-Downloads-Shop bietet Amazon ab sofort über 600 solcher kleinen PC-Spiele zum Download an. Preis: maximal 10 US-Dollar. Die Trafficzahlen von Websites mit Flash-Games, Browserspielen und ähnlichen Casual-Angeboten zeigen seit Monaten, dass der Markt extrem boomt, klarer Fall, dass Amazon sich ein Stück vom Umsatz-Kuchen abschneiden will.

Internet-Links

ars technica: Amazon moves into casual gaming in a very big way

Mashable: Amazon Toys With Game Download Store

Amazon.com: Game Downloads

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