Darüber spricht das Netz
Youtube und die Raubkopierer

Endlich startet Youtube seinen Urheberrechtsfilter. Aber ist der auch wirklich nützlich für Rechteinhaber? Neues gibt es auch von Musikdownload-Markt und Myspace. Was es sonst noch Interessantes in internationalen Blogs und Webmedien zu lesen gab, und was Youtube-Commercial und Gaga-Link der Woche sind, erfahren Sie hier.

Nach monatelanger Vorbereitung ist nun endlich die Filter-Software an den Start gegangen, mit der Youtube leichter urheberrechtsgeschützte Videos von seiner Plattform fernhalten will. Rechteinhaber können mit dem neuen System Uploads ihrer Inhalte verhindern. Dazu müssen sie Youtube eine Kopie all ihrer Videos zukommen lassen - dort werden Sie gescannt und anschließend wird automatisch verhindert, dass Clips mit identischem Inhalt bei Youtube erscheinen können. Das bedeutet für die Rechteinhaber zwar viel neue Arbeit, dafür aber Schutz und zusätzliche Möglichkeiten. So können sie jederzeit bestimmte Videos zulassen und an eventuellen Werbeumsätzen beteiligt werden. In den Blogs wird die neue Software eher kritisch betrachtet. So würde ein Stück Freiheit zerstört, außerdem bestehe die Gefahr, dass selbst kleine Schnipsel, die im Sinne eines Zitatrechts verwendet würden, nicht mehr bei Youtube hochgeladen werden können. Auch Youtube-Konkurrent Dailymotion hat unterdessen eine Filtertechnologie gestartet, die im Gegensatz zu Youtube allerdings eingekauft wurde. Auch sie soll verhindern, dass geschütztes Material hochgeladen werden kann.

Internet-Links

  • Sorgt der neue Youtube-Filter für weniger Freiheit im Internet? » WebTVwire analysiert.
  • Weitere Details zum Youtube-Filter bei » NewTeeVee.
  • Lesenswertes Stück zum Thema bei » Webware.
  • Bericht bei » Mashable: Dailymotion kauft Filtertechnologie.

Der neue, zunächst nur in den USA verfügbare Musikdownload-Shop von Amazon hat frischen Wind in die Branche gebracht und Apples Marktführer iTunes zu einer Reaktion gezwungen. So ermöglicht Apple unabhängigen Labels nun auch, Musik ohne Kopierschutz zu verkaufen, zudem wird der Preis dieser ungeschützten Songs gesenkt - auf das Amazon Amazon-Preisniveau. wiederum greift iTunes nun noch an einer anderen Front an: im wichtigen Affiliate-Markt, in dem Websites mitverdienen, wenn sie auf Produkte eines Shops verlinken. Amazon bietet diesen Websites ab sofort einen Umsatzanteil von 20 Prozent an, wenn sie einen Link auf "amazonmp3" setzen, bei Apple gibt es nur 5 Prozent.

Unterdessen hat der untote Anbieter Napster, der ein Abomodell anbietet, mit dem Nutzer für eine monatliche Gebühr Musik herunterladen können, eine neue Version seines Dienstes an den Start gebracht. Künftig ist keine Zusatzsoftware mehr nötig, alles geschieht mit einem normalen Internetbrowser. Ob diese Neuigkeit das gebeutelte Unternehmen in neue Erfolgssphären bringen kann, erscheint dennoch fraglich. In Sachen Angebotsfülle hat Napster schließlich weiterhin das Nachsehen. Zudem könnte Napster in Kürze Konkurrenz auf dem Abomarkt bekommen. Branchenriese Universal Music will gemeinsam mit anderen Plattenfirmen Total Music gründen. Sony BMG ist bereits dabei, Gespräche mit Warner Music laufen. Universal hatte sich bereits seit längerer Zeit über die Konditionen beschwert, mit der Apple Musik verkauft - zu wenig Geld würde bei den Plattenfirmen landen. Sollten sich die drei großen Musikunternehmen tatsächlich einigen, könnte Total Music den Musikdownloadmarkt gehörig aufmischen.

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