Datenklau mit mobilen Geräten möglich
MP3-Player und USB-Stick oft Unternehmensschreck

Der Erfolg der meisten Unternehmen basiert heute auf geistigem Eigentum. Innerhalb der G8-Nationen sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren längst nicht mehr günstige Arbeitskraft oder Rohstoffe, sondern Wissen. Allerdings birgt dies auch Risiken, denn im Gegensatz zu physischen Vorteilen oder Bodenschätzen, lässt sich geistiges Eigentum ganz einfach entwenden.

Ein Blick auf die Speicherkapazität eines mobilen Geräts genügt - schon erahnt man, wie viele Unternehmensdaten sich auf einem MP3-Player oder USB-Stick Platz finden, ohne dass dies überhaupt bemerkt wird.

Und der Speicherplatz wird immer günstiger: Momentan gibt es 30 Gigabyte iPods bei eBay bereits ab 200 Euro, USB-Sticks mit einem Gigabyte Kapazität kosten weniger als 20 Euro. Noch dazu sehen die kleinen Begleiter harmlos aus: Niemand würde zwangsläufig auf die Idee kommen, dass sie zweckentfremdet werden können und innerhalb weniger Minuten geistiges Eigentum im Wert von Milliarden Euro speichern. Die Popularität von MP3-Playern, USB-Sticks und anderen Geräten steigt genauso beständig weiter wie die Speichergröße. Unternehmen sollten daher die richtige Strategie haben, mit den mobilen Leichtgewichten umzugehen, bevor sie zum Problem werden.

Doch leider ist dies keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität, denn der Daten-Diebstahl aus Firmen steigt seit Jahren. Ein Grund: Geistiges Eigentum kann leichter als jemals zuvor entwendet werden. Früher mussten Papiere ausgedruckt und physisch aus dem Unternehmen getragen oder auf Disketten gespeichert werden. Heute reicht ein MP3-Player, um mit ein paar Mausklicks die Informationen zu kopieren. Das Unrechtsbewusstsein vieler schläft angesichts solch einfacher Vorgänge ruhig weiter.

Computer zu sperren oder tragbare Geräte zu verbieten, ist keine Lösung: Solche Maßnahmen wirken sich nicht nur extrem negativ auf das Betriebsklima aus, sondern schränken auch die Produktivität der Mitarbeiter ein. MP3-Player und iPods haben aber auch Vorteile: Sie steigern das Unternehmensklima, während USB-Sticks die Leistungsfähigkeit erhöhen, da sich Dokumente leichter gemeinsam bearbeiten lassen. Ein Verbot solcher würde nur das Misstrauen zwischen Mitarbeitern und Firmenleitung schüren.

Die ideale Lösung ist eine Infrastruktur, die Technologien, Richtlinien und Prozesse in einem Unternehmen festlegt und koordiniert - eine so genannte Enterprise Investigative Infrastructure (EII). Diese bietet eine einen hohen Grad an Transparenz, stört aber nicht das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Unternehmen. Das Konzept selbst ist zwar recht neu, hat allerdings in den letzten beiden Jahren an Fahrt in Fortune 500 Unternehmen gewonnen. Einer der Gründe dafür war der erhöhte Diebstahl geistigen Eigentums. Spezialisten wie Guidance Software oder Computer Associates können das Ausmaß dieses Problems mit ihren Lösungen eindämmen.

Mobile Geräte wie MP3-Player und USB-Sticks sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie werden immer leistungsfähiger und nützlicher - aber auch gefährlicher. Dies zu erkennen und gleichzeitig angemessen zu reagieren, ist der Grundstein für eine optimierte Sicherheit in Unternehmen.

Der Autor Tim Leehealey ist Executive Vice President of Business and Corporate Development bei Guidance Software.

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