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Debatte über Sicherheitslücke bei Chip-Reisepass

Nach einem Bericht über eine Sicherheitslücke bei den Chips in elektronischen Reisepässen haben die Grünen bei Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mehr Datensicherheit angemahnt. Das Innenministerium wies den Bericht zurück.

dpa BERLIN. Nach einem Bericht über eine Sicherheitslücke bei den Chips in elektronischen Reisepässen haben die Grünen bei Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mehr Datensicherheit angemahnt. Das Innenministerium wies den Bericht zurück.

„Bevor diese Sicherheitsmängel nicht beseitigt sind und in einem umfassenden Sicherheitskonzept berücksichtigt werden, müssen Schäubles übereilte Pläne für die Einführung von Chips auch in Personalausweisen gestoppt werden“, sagte die Innenexpertin Bundestagsfraktion der Grünen, Silke Stokar, am Montag in Berlin. Der deutsche Sicherheitsexperte Lukas Grünwald knackte nach Angaben der „Bild“-Zeitung (Montag) den Code des neuen elektronischen Reisepasses und behauptete, mit den kopierten Daten in jedes Land einreisen zu können. Das Innenministerium versicherte: „Deutsche Reisepässe können nicht geklont werden.“

Bei dem beschriebenen Vorgehen wurden demnach keine Sicherheitsfunktionen umgangen. Vielmehr stelle das Auslesen der Daten aus den Chips im Reisepass gerade die gewünschte Funktion der elektronischen Reisepässe dar. Es sei für den automatischen Vergleich der Chip-Daten etwa bei einer Grenzkontrolle mit vorhandenen Daten nötig. Beim berichteten Fall seien die legal auszulesenden Daten anschließend auf einen beliebigen anderen Chip gespeichert worden. „Was hingegen nicht möglich ist - und somit auch im Artikel falsch dargestellt wurde -, ist, dass dieser Chip in ein Ausweisdokument eingebracht werden kann“, sagte die Sprecherin. Für die 2007 geplante Einführung der Speicherung von Fingerabdrücken in deutsche Reisepässe werde die Zugriffskontrolle erweitert.

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