Datenschutzbeauftragte warnen vor den Gefahren
Einführung von Biometriepässen in der Kritik

Ab Herbst soll die Ausgabe von Pässen mit biometrischen Merkmalen beginnen. Datenschützer warnen jedoch vor zuviel Eile.

hiz DÜSSELDORF. Die Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder hat in einer Entschließung vor einer überstürzten Ausgabe biometrischer Pässe gewarnt.

Sie vertreten die Meinung, das wesentliche Fragen der technischen und organisatorischen Sicherheit sowie des Datenschutzes noch nicht geklärt sind. Erst wenn in einer Änderung des Passgesetzes die strenge Zweckbindung der Passdaten festgelegt wurde, solle mit der Ausgabe von Biometriepässen begonnen werden.

“Die Einführung weiterer biometrischer Merkmale in europäischen Reisepässen ist ein Großversuch an unserer Bevölkerung, ohne dass bisher Chancen und Risiken ausreichend diskutiert worden sind“, bemängelt Dr. Thilo Weichert, Vorsitzender der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder. Die Konferenz warnt vor der zentralen Speicherung der Daten, um der Gefahr des Missbrauchs vorzubeugen. „Es genügt für Identifikationszwecke bei Grenzkontrollen, die Biometriedaten ausschließlich auf dem Ausweisdokument abzulegen“, betont Dr. Weichert.

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