Datensicherheit
Wenn Wissen spurlos verschwindet

Wie haltbar sind unsere Daten im Netz? Wie es passieren kann, dass Daten von Unternehmen und Privatpersonen im digitalen Nirwana verschwinden - und mit welchen Strategien man sich vor dem digitalen Blackout wappnen kann.
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DüsseldorfOft heißt es: „Das Internet vergisst nie“. Doch das stimmt so nicht. Richtiger ist: Das Internet vergisst. Nur nicht immer das, was du gerne hättest. Der Trend zu Daten in der Cloud wird dabei zur Gefahr. Keine zwei Wochen ist es her, dass es zu einem Ausfall der Amazon-Cloud kam. Infolge dessen waren mehrere Dienste, die den Service von Amazon nutzten, nicht erreichbar.

Dazu zählte unter anderem der populäre Bilder-Dienst Instagram. Grund für diesen Ausfall waren massive Regenfälle, Stürme und Stromausfälle im US-Bundesstaat North Virginia. So ein Vorfall mag lästig sein, ist aber noch relativ harmlos, solange keine Daten verloren gehen. Denn Datenverlust bedeutet nicht nur den Verlust von Wissen, sondern vor allem für Unternehmen den Verlust von Geld. Genau das ist im April 2011 ebenfalls Amazon passiert. Ein falsch durchgeführtes Update sorgte dafür, dass sich das System selber lahmlegte – für insgesamt vier Tage. Ein Teil der Daten war unwiederbringlich verloren.

Anderer Betreiber, ähnliches Problem: Die Besonderheit des Mobilfunkgerätes Sidekick war, dass Kalender- und Adressdaten nicht auf dem Gerät, sondern online gespeichert wurden und somit auch beim Verlust des mobilen Endgerätes nicht verloren gingen. Dass ihre eigenen Systeme selbst nicht ganz rund liefen, damit rechnete das Unternehmen nicht. Aufgrund eines Systemfehlers war der Dienst eine Woche lang nicht erreichbar.

Am Ende mussten viele Nutzer feststellen, dass alle ihre persönlichen Daten verloren waren, besonders bei geschäftlicher Nutzung des Kalender- und Adressdienstes ein riesiges Problem. Zugunsten dieser Unternehmen muss allerdings erwähnt werden, dass die Wahrscheinlichkeit, dass verloren gegangene Daten wiederhergestellt werden können, bei großen Unternehmen wie Microsoft oder Amazon deutlich größer ist, als wenn solch ein Ausfall in einem kleinen bis mittelständischen Betrieb passiert. Naturgemäß sind von Ausfällen der Cloud aber deutlich mehr Benutzer betroffen.

Aufgrund dieses durchaus berechtigten Misstrauens bleiben einige Unternehmen dabei,  ihre Daten lokal auf eigenen Servern zu speichern. Doch die sind, wie alle Computer-Systeme, auch nicht vor Ausfällen gefeit. Zu beachten ist in jedem Fall, dass kein Speichermedium für die Ewigkeit gedacht ist, obwohl es einen großen Unterschied in der Lebensdauer verschiedener Medien gibt. Wer seine Daten zum Beispiel auf einer Festplatte sichert, muss immer damit rechnen, dass diese Platte früher oder später kaputt gehen wird und im Zweifelsfall alle auf ihr gespeicherten Daten damit verloren sind.

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Auch Nutzungsbedingungen sind ein Problem

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