Desktop-Reihe
Apple spendiert iMacs neues Innenleben

 Wahre Kraft kommt von innen: Bei den neuen Apple iMacs bleibt äußerlich alles gleich – doch das Innenleben hat Apple auf Stand gebracht.
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DüsseldorfDie Gerüchte-Websites lagen wieder einmal richtig: Apple hat am Dienstag seinen Desktop-Rechner iMac mit deutlich mehr Power ausgestattet.

Wie zuvor bereits die Laptops der Macbook-Pro-Reihe stattet Apple nun auch die Desktop-Modelle mit Intels aktueller Chipgeneration „Sandy Bridge“ aus, die deutlich schneller als der Vorgänger ist.  Auch Intels USB-Nachfolger Thunderbolt ist verbaut – nachdem die Macbook Pros bereits im Februar damit ausgestattet wurden. Die neue Universal-Schnittstelle erlaubt Übertragungen von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde in beide Richtungen – bisher sind Geräte dafür allerdings nur angekündigt.

Selbst dem Einsteiger-Mac mit 21,5-Zoll-Bildschirm spendiert Apple direkt vier i5-Prozessoren von Intel, satt dem bisherigen langsameren i3-Doppelkern-Modell. Vier Kerne waren bisher nur bei den High-End-Modellen mit 27-Zoll-Bildschirm Standard. Außerdem ist auch der günstigste iMac nun endlich zeitgemäß mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet – bei normalen PCs schon lange die Untergrenze bei einem Neukauf.

Auch bei der Grafik hat Apple nachgelegt. Apple setzt auch beim Einsteiger-Modell nicht auf die Grafikprozessoren der Sandy-Bridge-Prozessoren, sondern auf eigenständige Grafikkarten. Zum Einsatz kommen nun je nach Modell die aktuellen Mobil-Varianten der ATI-Grafikkarten Radeon HD 6750M, HD 6770M und HD 6970M. Apple spricht von einer bis zu drei Mal schnelleren Grafikleistung im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Die Grafikkarte ist beim Top-Modell mit bis zu 2 Gigabyte Speicher ausgestattet.

Schnelle Solid-State-Disks mit 256 GB Speicherplatz, die zusätzlich zur Festplatte verbaut werden, gibt es für alle iMac-Modelle außer dem günstigsten als Option – zu einem Apple-typischen relativ saftigen Aufpreis von 500 Euro im Onlinestore. Mit einer Webcam mit HD-Auflösung sind sämtliche Modelle ausgestattet. Sie bietet nun eine verbesserte Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Apple wirbt in diesem Zusammengang für seine Videotelefonie-Lösung Facetime, die inzwischen für alle Apple-Plattformen – iPhone, iPad und Mac – verfügbar ist. Weiterhin können die Nutzer zwischen der kabellosen Magic Mouse oder dem Multitouch-Tablet Magic Trackpad als Eingabegerät wählen.

Neben zwei Thunderbolt-Anschlüssen bietet der neue iMac vier USB 2 und einen Firewire-800-Anschluss. Nichts ändert sich bei Design und Größe der Modelle. Das günstigste Modell mit 21,5-Zoll-Bildschirm gibt es ab 1.149 Euro das günstigste Modell mit 27-Zoll-Bildschirm kostet 1.649 Euro. Das Top-Modell gibt es ohne Zusatz-Optionen wie mehr Arbeitsspeicher, Garantieerweiterung oder SSD ab 1899 Euro.

Als Betriebssystem kommt Mac OS X 10.6 alias Snow Leopard zum Einsatz. Der Nachfolger Mac OS X Lion befindet sich gerade in der Entwicklung.

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