Deutliche Entlastung der Krankenkassen erhofft
Gesundheitskarte soll Patienten zu Gute kommen

Jeder Patient in Deutschland soll künftig eine elektronische Gesundheitskarte erhalten. Experten erhoffen sich davon eine deutliche Entlastung der Krankenkassen.

dpa WALLDORF/HEILBRONN. Sieben Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, wollen die neue Chipkarte noch in diesem Jahr in einer Testregion einführen. Die Firma Intercomponentware aus Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) stellt die Software für eine künftige Vernetzung von Patientendaten her und hofft auf ein gutes Geschäft.

Frühestens vom kommenden Jahr an wird die elektronische Gesundheitskarte bundesweit eingeführt. Sie soll die alte Chipkarte ablösen und Medizinern sowie Apothekern den Zugriff auf Patientendaten erleichtern. Diese Daten sollen in einer ebenfalls elektronischen Gesundheitsakte gespeichert werden. Ziel der Vernetzung ist beispielsweise, die Verabreichung unverträglicher Medikamente auszuschließen.

Unterschieden wird dabei in Pflichtdaten und solchen, die zusätzlich aufgenommen werden können, beispielsweise bei psychischen Problemen. Die Entscheidungshoheit über die Verwendung soll nur der Patient haben. Entscheidend für die Anwendung des Systems ist die Vernetzung von Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken.

Die Walldorfer Softwareexperten haben nun im Internet eine so genannte Gesundheitsplattform installiert, über die die Patienten ihre Daten selber verwalten und Informationen aus der elektronischen Akte zeit- und ortsunabhängig abrufen können. Das System funktioniere wie beim Online-Banking und könne an jedem Computer mit Netzzugang eingesehen werden, erklärte Vorstandsmitglied Peter Reuschel. Möglich sei es auch, dem Hausarzt oder einem Familienmitglied bei Pflegefällen ein abgestuftes Zugangsrecht zu den Informationen zu geben.

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