Deutsche Anbieter hoffen auf stürmische Entwicklung
Boom der Online-Tagebücher

Die Anbieter von Online-Tagebüchern, auch Weblogs genannt, verzeichnen schnell wachsende Nutzerzahlen. „Jeden Tag kommen in Deutschland 80 Weblogs dazu, im Dezember waren es erst 40“, sagt Nico Lumma von der Orangemedia.de GmbH.

DÜSSELDORF. Auf einem Netzrechner dieser Agentur für Online-Werbung laufen Daten aus so gut wie allen deutschen Internet-Journalen zusammen, einsehbar unter www.blogg.de.

Diesen Daten zufolge hat die Zahl der Weblogs in Deutschland am Montag die Zahl 10 000 überschritten. In den USA laden bereits 2,5 Millionen solcher Seiten zum Lesen ein. Google hat im vergangenen Jahr den Weblog-Anbieter Blooger.com für einen vermutlich zweistelligen Millionenbetrag gekauft – das macht auch europäischen Betreibern Hoffnung auf Gewinne. Der Profit hängt jedoch davon ab, ob sich hier ähnlich viele Menschen dafür begeistern lassen, ein Weblog zu pflegen.

Die Tagebuchschreiber – auch Blogger genannt – veröffentlichen, was ihnen widerfährt und ergänzen ihre Notizen durch Tipps zur Pflege von Zungenpiercings, Urlaubsfotos oder ihre Meinung zum neusten Kinofilm oder zur Politik. Ältere Einträge rutschen nach unten und landen in einem Archiv. Leser sind aufgefordert, den Inhalt der Seiten zu kommentieren. Damit macht der Kommentierende zugleich auf sein eigenes Weblog aufmerksam, das als Link vom Kommentar aus mit einem Klick erreichbar ist. So entsteht eine Welt von Texten, die miteinander vernetzt sind.

Die Seiten wirken trotz ihrer spontanen Entstehung aufgeräumt – der Inhalt wird automatisch sortiert. Um all diese Funktionen bereitzustellen, laufen hinter der Seite auf dem Server aufwendige Programme. Versierte Surfer benutzen ein kostenloses oder sehr preiswertes Programm, binden es in ihre Homepage ein und ändern es so, wie sie es haben möchten.

Doch nicht immer fallen Mitteilungsbedürfnis und Computerkenntnis zusammen. Weniger bewanderte Nutzer können die Hilfe von Webseiten in Anspruch nehmen, die ihnen alles Nötige zur Verfügung stellen. Passionierte Weblog-Fans bieten solche Dienste auch ehrenamtlich an, aber mit steigender Beliebtheit der Seelenschau im Internet treten auch kommerzielle Anbieter auf den Plan.

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