Deutsche Anbieter wachsen im Ausland
Fernsehen im Internet setzt sich nur langsam durch

Der Markt für Internet-Fernsehen steht vor hohen Wachstumsraten. Allerdings sind die Chancen in Europa sehr ungleich verteilt - und in Deutschland stehen sie eher schlecht.

HB DÜSSELDORF/BERLIN. 2004 gaben die Konsumenten in Westeuropa für digitale Fernsehdienste per Internetleitung nach Erhebungen des Marktforschers IDC rund 62 Mill. Dollar aus. Nur weniger als ein Prozent der Haushalte hatte einen so genannten IP (Internet-Protocol)-TV-Anschluss.

Doch es geht rasant voran. Im laufenden Jahr werden es 262 Mill. Dollar und 2009 über 2,5 Mrd. Dollar sein, schätzen die Marktbeobachter. Sechs Prozent der Haushalte werden dann Nachrichten, Spielfilme und Quizshows digital und interaktiv ins Wohnzimmer übertragen bekommen und sich ihr abendliches TV-Programm per Mausklick zusammenstellen.

Doch Fernsehen übers Internet ist vor allem in Deutschland noch ein Traum der Ingenieure. Die dritte und wichtigste Anwendung im Rahmen des so genannten "Triple Play" - das ist Internet, Sprachtelefonie und Fernsehen aus einer Hand - kommt kaum voran, weil eine leistungsfähige Infrastruktur fehlt.

"Ende 2009 werden Frankreich, Italien und Spanien die größten Märkte mit einem Anteil von fast 60 Prozent sein", sagt Jill Finger Gibson von IDC. Der Grund: DSL wird die Technik der Wahl für IP-TV sein, und hier fällt Deutschland im europäischen Vergleich immer weiter zurück.

Für einen störungsfreien Empfang eines Fernsehkanals sind etwa zehn Megabit (Mbit) Übertragungsgeschwindigkeit notwendig. In Deutschland ist eine Übertragungsrate von einem Mbit/Sekunde Standard bei DSL. Schnellere Zugänge verbreiten sich nur langsam.

Seite 1:

Fernsehen im Internet setzt sich nur langsam durch

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%