Deutsche Fernseher-Produzenten profilieren sich in Nischen
Loewe und Metz setzen auf zahlungskräftige Kunden

Wer sich für Fernseher aus deutscher Produktion entscheidet, der muss tief in die Tasche greifen. Die bekanntesten einheimischen Gerätehersteller, Loewe und Metz, wollen mit ihren Produkten ein zahlungskräftiges Publikum ansprechen - die einen mit Design, die anderen mit Traditionsbewusstsein.

jojo MÜNCHEN. Loewe unterstrich seinen Hochpreisanspruch zuletzt damit, dass das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Designermöbel-Hersteller Interlübke ankündigte. "Hier sehen wir großes Potenzial für zusätzliches Geschäft", sagt Loewe-Chef Rainer Hecker. Die beiden Nobel-Anbieter wollen Möbel und TV-Geräte gemeinsam vermarkten und in Funktion und Design aufeinander abstimmen.

Einen anderen Weg geht Metz. Das verschwiegene Familienunternehmen setzt weniger auf das Äußere als auf einen selektiven Vertrieb. Die Zirndorfer verkaufen ihre Fernseher lediglich in traditionellen Fachgeschäften, nicht in den großen Elektronikmärkten. Die Firma selbst wollte im Vorfeld der Funkausstellung keine Angaben zum Geschäftsverlauf machen. In Branchenkreisen heißt es nur, Metz stünde im TV-Geschäft ganz gut da, obwohl das Unternehmen erst spät in den Markt für Flachbild-Fernseher eingestiegen war.

Das liege hauptsächlich daran, dass Metz kein Massenhersteller sei und "Oma und Opa als Stammkunden" - wie ein Branchenkenner es ausdrückt - bislang das magere Angebot an modernster Technologie noch nicht störe.

Neben Loewe und Metz produziert nur noch Technisat TV-Geräte in Deutschland. Marken wie Grundig oder Schneider haben längst keine eigene Fertigung mehr hier zu Lande und verkaufen unter ihrem Namen nur noch Geräte anderer Produzenten. Auch Loewe hat sich mit Sharp einen Technologiepartner an Bord geholt.

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