Deutsche Telekom
Ein Netz, zwei Geschwindigkeiten?

Mit einem neuen Preismodell will sich die Telekom ihre ins Netz investierten Milliarden zurückholen. Manche Dienste sollen künftig anders behandelt werden - gegen höhere Gebühren. Aktivisten sehen darin eine Bedrohung.
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Frankfurt, BrüsselVor dieser Debatte hat René Obermann gehörigen Respekt. Das merkt, wer dem Vorstandschef der Deutschen Telekom in diesen Tagen zuhört, sofort. Etwa bei der Pressekonferenz des IT-Branchenverbands Bitkom am vergangenen Freitag in Frankfurt. „Es ist ja nicht so, dass wir hier irgendeine Form der Internetzensur einführen wollen“, sagt Obermann, und beugt sich vor, um der Aussage das notwendige Gewicht zu verleihen.

Elektrischer Reporter – Netzneutralität: Alle Bits sind gleich?

Es geht um den Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland. Dabei ist ein Thema unvermeidbar: die Netzneutralität. Sie besagt, dass alle Inhalte und Daten diskriminierungsfrei durch das Netz geschleust werden müssen. Seit Monaten wird darüber diskutiert - emotional, teilweise dogmatisch.

Da sind die Netzaktivisten, die sich für die totale Freiheit im Netz einsetzen. Da sind aber auch die Telekomkonzerne, denen das Netz gehört, die es wegen der explodierenden Datenflut dringend zukunftsfit machen müssen.

Bis 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte mit 50 Megabit je Sekunde „surfen“ können, so will es die Bundesregierung. Derzeit sind das gut 40 Prozent. „Um das Ziel zu erreichen, sind in den nächsten Jahren Investitionen von mindestens 50 Milliarden Euro notwendig“, rechnet Obermann vor.

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Eine heikle Debatte

Kommentare zu " Deutsche Telekom: Ein Netz, zwei Geschwindigkeiten?"

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  • Prima Idee -> T-Business bietet die schnellen Serverleitungen an auf welchen die - T-Home Kunden mit ihren langsameren Zugängen stotternde Video/Inhalte zu sehen bekommen.

    Fürs Prekariat üebersetzt: Ich bin für für die Kinoleinwand HDTV produzierte Filme die ich mit Fernsehern mit Bildschirmen in Briefmarkengröße betrachten kann.

    Außerdem Zwinge ich allen Nutzern neue Endgeräte auf.

    Obligatroischer Auto-Vergleich: Ab morgen dürfen nur noch Fahrzeuge Autobahen benutzen udn Benatnkt werden die mindestens 300 km/h schnell sind.

  • "Telekom-Manager wie Obermann verlangen deshalb, die Ausgaben über die Endnutzer zu rekapitalisieren. Die Idee: ein Netz der zwei Geschwindigkeiten. Bestimmte Dienste werden im Netz anders behandelt als andere."

    Eine andere Idee ist:
    Kunden sollten Unternehmen, die sich nicht der Netzneutralität verpflichtet sehen das Kündigungsschreiben schicken !

  • Diese Politik gehört verboten. Denn schon heute bezahlt der kunde für zugesicherte Bandbreite je nach dem was er bestellt hat.
    Für bestimmte Dienste dann nochmal zu zahlen bedeutet doppelt abzukassieren und das wäre sittenwidrig.
    Die Telekom versucht ihre nach wie vor schlechte Kostenstruktur indirekt zusätzlich zu bepreisen, statt ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
    Eigentlich gibt es dafür nur eine sinnvolle Lösung, nämlich die Verstaatlichung der Netze!

    H.

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