Deutscher Computerspielpreis

„Portal Knights“ als bestes Spiel ausgezeichnet

„Portal Knights“ aus der Entwickler-Schmiede Keen Games ist als bestes deutsches Spiel des Jahres ausgezeichnet worden. Den Gewinnern des Deutschen Computerspielpreises 2017 winkt ein Rekord-Preisgeld.
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Das Konsolenspiel aus der Entwickler-Schmiede Keen Games ist als bestes deutsches Spiel des Jahres ausgezeichnet worden. Quelle: dpa
Portal Knights

Das Konsolenspiel aus der Entwickler-Schmiede Keen Games ist als bestes deutsches Spiel des Jahres ausgezeichnet worden.

(Foto: dpa)

BerlinDas Konsolenspiel „Portal Knights“ aus der Entwickler-Schmiede Keen Games ist am Mittwoch als bestes deutsches Spiel des Jahres ausgezeichnet worden. Die Macher des Videospiels, in dem man als Zauberer durch ein magisches Tor in abenteuerliche Welten gelangt und gegen das Böse kämpft, bekommen ein Preisgeld von 110.000 Euro. Der Preis wurde den Siegern von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin übergeben.

„Der Deutsche Computerspielpreis 2017 ist ein Preis der Rekorde – mit mehr Preisgeld, mehr Einreichungen und mehr Innovationen als je zuvor“, sagte Dobrindt. Die Preisgeld-Erhöhung ist durch das Aufstocken des Anteils des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur möglich geworden.

Rasen mit Mario
Mario Kart 8 Deluxe
1 von 5

„Mario Kart 8 Deluxe” für Nintendos neue Konsole Switch wartet mit einigen interessanten neuen Funktionen auf. Bis zu zwölf Spieler können online als Prinzessin Peach, Bowser oder Mario gegeneinander in die Karts steigen. Ist nur eine Konsole im Raum, können bis zu acht Spieler im Wohnzimmer um die Wette rasen und sich mit Schildkrötenpanzern beschießen.

Freunde der Action-Ballerei „Splatoon” dürfen sich über entsprechende Karts und Spielfiguren freuen: Fünf neue Fahrer stehen zur Wahl. Zudem können die Fahrer nun zwei Items mit sich führen. Die für die Switch leicht aufgefrischte Ausgabe von „Mario Kart 8” kostet rund 60 Euro und hat keine Altersbeschränkung.

Has been Heroes
2 von 5

„Has been Heroes” kommt mit einer auf den ersten Blick ziemlich einfachen Aufgabe daher: Drei kampferprobte Helden, die ihren Zenit allerdings schon ein wenig überschritten haben, sollen zwei Prinzessinnen zur Schule begleiten. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine der größten Herausforderungen, die ein Trio aus Mönch, Schurkin und Krieger je zu bewältigen hatte.

Die Helden müssen sich rundenbasiert Horden von Gegnern stellen. Im Spielverlauf können Hunderte von Items und Zaubersprüchen gesammelt und erlernt werden. Genretypisch führen Niederlagen im Kampf direkt zum Neuanfang. „Has been Heroes” gibt es für rund 25 Euro als Download für Playstation 4 und Xbox One. Das Spiel ist ab 12 Jahre freigegeben.

Persona 5
3 von 5

Japanische Rollenspiele fordern europäische Gewohnheiten manchmal hart heraus. Immer wieder stecken aber innovative Spielideen in ihnen. „Persona 5” ist einer dieser Überraschungstitel. Anders als in den meisten anderen Rollenspielen findet man keine mittelalterliche Fantasywelt vor. Während der Protagonist mit einigen seiner Highschool-Kollegen als Phantomdieb unterwegs ist, muss auch sein Alltag bestmöglich gemeistert werden.

Das Doppelleben ist schon herausfordernd genug, doch dann stellen die Phantomdiebe auch noch fest, dass die Menschen von der Gesellschaft in eine Scheinwelt getrieben werden, sie selbst nicht ausgenommen. Es gilt, die Fassade einzureißen und die Kräfte des Guten zu entfachen. Inszeniert wird das Ganze als spannendes Rollenspiel. „Persona 5” gibt es für Playstation 3 und 4 für rund 70 Euro. Das Spiel ist ab 16 Jahre freigegeben

Outlast 2
4 von 5

„Outlast 2” ist nach „Resident Evil 7” gleich der zweite starke neue Titel im Genre Survival-Horror. Aus der Ego-Perspektive erlebt der Spieler in der Haut des Journalisten Blake Langermann einen enervierenden Horrortrip in die Wüste Arizonas. Gemeinsam mit seiner Frau Lynn will der Kameramann das Geheimnis um den Mord einer schwangeren Frau lüften. Kämpfen geht man dabei besser aus dem Weg. Denn Blake hat keine Waffen.

Hier wird eine atmosphärisch sehr dichte und packende Story erzählt. Der Spieler erlebt das Grauen sehr authentisch. Die Inszenierung ist so gut gelungen, dass es teilweise nur schwer zu ertragen ist, in das nächste Gebäude einzutreten oder den nächsten dunklen Pfad zu beschreiten. „Outlast 2” ist für Xbox One und Playstation 4 für je rund 25 Euro als Download erhältlich. Es gibt keine Jungendfreigabe.

Wonderboy 3: The Dragon's Trap
5 von 5

Mit „Wonder Boy 3: The Dragon's Trap” erscheint ein charmantes Remake des Klassikers „Wonder Boy” für Sega-Konsolen der 1990er Jahre. Die Geschichte: Der Mecha-Drache hat die Hauptfigur Wonder Boy oder Wonder Girl in eine feuerspuckende grüne Echse verwandelt. Nur das Salamanderkreuz, ein magisches Artefakt, kann den Fluch bannen. Das muss aber in klassischer Jump&Run-Manier erst einmal gefunden werden.

Der Clou, bei dem Nostalgikern das Herz aufgehen dürfte: Auf Knopfdruck lässt sich das Spiel von HD- in 8-bit-Grafik umschalten. „Wonder Boy: The Dragon’s Trap” ist als Download für Xbox One, Nintendo Switch und Playstation 4 für je rund 20 Euro erhältlich.

Erstmals wurden insgesamt 550.000 Euro vergeben, nach 470.000 Euro im Vorjahr. „Und wir wollen den Computerspielpreis in die Liga der großen Medienpreise bringen“, sagte Dobrindt. Denn 42 Prozent der Menschen in Deutschland spielten.

Hessen ist unter den Preisträgern insgesamt drei Mal vertreten. Aus Kassel stammt das beste Kinderspiel „She Remembered Caterpillars“ von Jumpsuit Entertainment. Als beste Inszenierung wurde „Robinson: The Journey“ des bekannten Frankfurter Spieleentwicklers Crytek ausgezeichnet. Der Spieler strandet in dem Virtual-Reality-Spiel auf einem Planeten mit noch lebenden Dinosauriern und muss einen Ausweg finden.

Auch drei beste Nachwuchskonzepte wurden geehrt, den ersten und dritten Preis bekamen Entwicklungen aus der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der zweite erhielt ein Konzept von Studenten an der TH Köln.

Als bestes internationales Spiel wählte die Jury den Titel „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ von Nintendo. „Uncharted 4: A Thief's End“ von Naughty Dog und Sony Interactive Entertainment bekam den undotierten Preis beste internationale neue Spielewelt. Das Computerspielemuseum in Berlin wurde mit einem Sonderpreis geehrt.

  • dpa
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