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Deutschland-Chef sieht SAP bei Mittelstandslösungen als Marktführer

SAP gewinnt auch im Geschäft mit mittelständischen und kleineren Unternehmen nach eigenen Angaben vermehrt Kunden und setzt sich weiter gegen den Hauptkonkurrenten Microsoft durch.

dpa LEIPZIG/HAMBURG. SAP gewinnt auch im Geschäft mit mittelständischen und kleineren Unternehmen nach eigenen Angaben vermehrt Kunden und setzt sich weiter gegen den Hauptkonkurrenten Microsoft durch.

„Beim deutschen Mittelstand sind wir gut unterwegs“, sagte Michael Kleinemeier, Deutschland-Geschäftsführer der SAP, am Mittwoch in einem Gespräch mit der dpa. „Wir haben die Zahl der Kunden in diesem Bereich noch einmal um etwa 40 bis 50 Prozent steigern können“, gibt Kleinemeier Zwischenbilanz über den bisherigen Geschäftsverlauf 2004.

Gegenwärtig setzen rund 500 kleinere Unternehmen das „Business One“ genannte Softwarepaket von SAP ein, etwa 2000 Mittelständler haben sich für die auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung „All- in-One“ entschieden. Damit liege SAP auch vor dem US-Softwarekonzern Microsoft, betont Kleinemeier. Microsoft versucht seit einiger Zeit mit so genannten „Microsoft Business Solutions“, sich auf diesem Geschäftsfeld zu positionieren und gilt als schärfster Wettbewerber der SAP vor allem im Rennen um kleinere Unternehmen.

Doch trotz guter Erfolge gestaltet sich das Geschäft auch für SAP nach wie vor schwierig. Zwar hätten viele Firmen inzwischen das Vorurteil überwunden, SAP-Anwendungen seien nur etwas für Großkonzerne. Der Investitionsstau in den deutschen Unternehmen löse sich allerdings nur langsam auf. „Richtig in Fahrt wird das Geschäft erst wieder kommen, wenn das Vertrauen in die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung zurückkehrt“, glaubt Kleinemeier.

Das Marktpotenzial hält Kleinemeier nach wie vor für enorm, der Bedarf an geeigneten Softwarelösungen sei längst nicht gedeckt. Dass SAP auch bei einer wieder anziehenden Nachfrage seine Führungsrolle behaupten wird, steht für Kleinemeier fest: „Warum sollten wir bei dieser Zielgruppe nicht eine ähnliche Dominanz erreichen, wie es seit geraumer Zeit bei Großunternehmen der Fall ist“, umreißt er seine Ambitionen.

Überzeugt ist Kleinemeier auch davon, dass SAP aus eigener Kraft an dieses Ziel gelangen kann. „Größere Akquisitionen wird es in absehbarer Zeit nicht geben.“ Man wolle allenfalls durch kleinere Zukäufe die eine oder andere Angebotslücke schließen.

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