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Deutschland führt Notrufnummer bei Kartendiebstahl ein

Notruf 116 116 - Unter dieser Rufnummer können von Mitte nächsten Jahres an abhanden gekommene Bankkarten, Mobilfunkkarten und andere elektronische Berechtigungen gesperrt werden.

dpa BERLIN. Notruf 116 116 - Unter dieser Rufnummer können von Mitte nächsten Jahres an abhanden gekommene Bankkarten, Mobilfunkkarten und andere elektronische Berechtigungen gesperrt werden. Deutschland ist damit weltweit das erste Land mit einer Notrufnummer bei Kartendiebstahl, teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin mit. Der Anruf aus dem Inland ist kostenlos.

„Der vermehrte Missbrauch gestohlener Karten macht es erforderlich, das Sperren der Karten so einfach wie möglich zu machen“, betonte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD). Er rief alle Banken, Kreditkartenunternehmen, Mobilfunkanbieter und andere Kartenanbieter auf, sich dem Sperr-Notruf 116 116 anzuschließen. Nur wenn möglichst alle sich beteiligten, sei ein effektiver Schutz der Bürger gewährleistet.

Den Zuschlag für das von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ausgeschriebene Zuteilungsverfahren erhielt „Sperr e.V.“, ein Verein für Sicherheit in der Informationsgesellschaft. Bislang existieren in Deutschland allein für das Sperren von EC- und Kreditkarten mehr als 100 Servicenummern. Jährlich gibt es schätzungsweise etwa sechs Mill. Sperrungen. „Sperr e.V.“ erwartet, dass durch schnellere Kartensperren pro Jahr mindestens 40 Mill. Euro Schäden verhindert werden können.

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