Deutschland
Google lässt den "Panda" frei

Googles radikales "Panda"-Update ist nun in fast allen Ländern aktiv - auch in Deutschland. Einige deutsche Websites dürften damit erheblich an Besuchern verlieren. Auf was beim Google-Ranking jetzt zu achten ist.
  • 0

DüsseldorfVor allem, um sogenannte Content-Farmen von den obersten Plätzen der Ergebnisseiten zu verdängen, hatte Google in der englischsprachigen Websuche das "Panda"-Update bereits Anfang des Jahres eingespielt. In den USA wirkte sich das "Panda"-Update auf rund 12 Prozent aller Suchanfragen aus. Manche Websites verloren 90 Prozent ihrer Sichtbarkeit in der Suchmaschine und büßten merklich an Traffic ein.

Ab sofort nutzt Google "Panda" für fast alle Sprachen, ausgenommen sind lediglich chinesisch, japanisch und koreanisch. Das heißt, "Panda" ist jetzt auch in Deutschland aktiv. Google geht davon aus, dass das Update in den meisten Sprachen Auswirkungen auf etwa 6 bis 9 Prozent der Suchanfragen haben wird.

Das Update soll die Relevanz der Google-Suche verbessern, indem qualitativ minderwertige Inhalte herabgestuft und Seiten mit hoher Qualität, also tiefergehenden Berichten, höher in den Suchergebnissen gelistet werden.

Google geht damit gegen Contentfarmen wie Demand Media vor, die das Web mit einer hohen Zahl an billig produzierten Inhalten überschwemmen, nur mit dem Ziel, Besucher über Suchmaschinen auf ihre Seiten zu ziehen. Daher wurde Panda zunächst auch als "Farmer-Update" bezeichnet.

Google geht davon aus, dass der Algorithmus die Qualität einer Website sehr genau erkennt. Dennoch gab es viele Klagen von Webmastern, die ihre Seiten zu Unrecht herabgestuft sahen. Google selbst gibt betroffenen Websites nur eine sehr allgemeine Hilfestellung in Form einer Liste von Fragen, die sich Websitebetreiber stellen sollten.

Seite 1:

Google lässt den "Panda" frei

Seite 2:

Google: "Es trifft die Richtigen"

Kommentare zu " Deutschland: Google lässt den "Panda" frei"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%