Dialer-Betrugsprozess beginnt
Zwölf Millionen Euro Schaden

Einer der bundesweit größten Internet- Betrugsfälle wird von Donnerstag an am Osnabrücker Landgericht verhandelt.

dpa/lni OSNABRüCK. Verantworten müssen sich vier Männer aus Deutschland und Lettland, die mit der Installation teurer Internet-Einwahlprogramme, so genannter Dialer, einen Schaden von zwölf Mill. Euro verursacht haben sollen. Die mutmaßlichen Betrüger haben laut Anklagebehörde zwischen Juli 2002 und September 2003 mehr als 100 000 Internetsurfer geschädigt.

Den vier Männern aus Riga, Meerbusch bei Düsseldorf, Paderborn und Essen wirft die Staatsanwaltschaft vor, gemeinsam die Autodialer genannten Einwahlprogramme entwickelt und ohne Wissen der Surfer auf den Rechnern installiert zu haben. Die Dialer sollen die aktuelle Internetverbindung getrennt haben und sich stattdessen mit teueren 0190er-Nummern eingewählt haben.

Den Opfern waren beim Besuch von Internetseiten mit pornografischen Darstellungen die Dialer-Programme auf den Rechner geladen worden. Der Dialer kassierte entweder 1,86 Euro pro Minute oder eine Art Grundgebühr von 45 Euro plus 95 Cent pro Minute. Die Osnabrücker Staatsanwaltschaft hatte nach ersten Anzeigen das bundesweite Sammelverfahren übernommen. Für den Prozess sind zwölf Verhandlungstage angesetzt.

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