Die beiden Unternehmen haben eine Uhr entwickelt, die auch News und Aktienkurse anzeigt
Microsoft macht Swatch klüger

Gemeinsame Sache machen Microsoft und Swatch. In New York stellten die beiden Unternehmen jetzt eine neue Uhr namens Paparazzi vor. Sie liefert nicht nur die Zeit, sondern über einen kleinen Bildschirm auch viele Infos. Zum Beispiel über das Wetter, die News oder die Aktienkurse.

FRANKFURT. Bill Gates ist von seinem neuen Baby begeistert. "Das ist eine völlig neue Art an Informationen zu kommen", sagte der Microsoft-Gründer bei der Präsentation in einem edlen New Yorker Ballsaal. An wen sich die neuartige Uhr richtet, machte Swatch-Chef Nick Hayek deutlich: "Es ist der Versuch, jene Menschen anzusprechen, die mit Handy und Laptop aufgewachsen sind."

Die Swatch Paparazzi gibt es in vier unterschiedlichen Farben, stets mit Silikonarmband. Sie ist wasserdicht und mit einer aufladbaren Batterie ausgestattet. Das Gehäuse besteht aus Plastik - so wie alle anderen Swatch-Uhren auch. Allerdings ist es wegen des integrierten Bildschirms deutlich größer. Auf diesen können sich die Besitzer rund um die Uhr Infos schicken lassen. Wetter, News und Börsenkurse sind kostenlos. Wer mehr möchte, muss drauf zahlen. Für 40 Dollar im Jahr lassen sich die Daten personalisieren. Und für weitere 20 Dollar können auch Text-Botschaften empfangen werden. Vorerst liegt die Uhr nur in US-amerikanischen Läden. Und zwar zu einem Basispreis von 150 Dollar. Swatch plant jedoch, die Paparazzi schon im kommenden Jahr auch in Europa an den Start zu schicken.

Während der Schweizer Uhrengigant bei dem Projekt für die Optik verantwortlich ist, liefert Microsoft die Inhalte über seinen Dienst MSN Direct. Technisch basiert er auf der so genannten "Smart Personal Objects Technologie". Sie übermittelt per Radiosignal drahtlos Daten. Und ermöglicht es, diese zu personalisieren.

Um den Verkauf anzukurbeln, ist die Markteinführung der Paparazzi mit einem Gewinnspiel verbunden. Träger können sich noch bis Anfang kommenden Jahres dafür registrieren. Die Gewinner dürfen beispielsweise Bill Gates treffen oder mit dem mehrfachen Olympiasieger Carl Lewis trainieren.

Swatch-Chef Nick Hayek hofft, bis zum Ende des Jahrs zwischen 20 000 und 30 000 Modelle verkaufen zu können. Mittelfristig könnten diese neuen, intelligenten Uhren bis zu zehn Prozent des Umsatzes von Swatch ausmachen. Stephan Kahl

Quelle: www.news-frankfurt.com

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