Die Spam-Trends 2004: Unheilvolle Allianz von Viren-Autoren und Spammern

Die Spam-Trends 2004
Unheilvolle Allianz von Viren-Autoren und Spammern

Geht es nach Microsoft-Gründer Bill Gates, wird E-Mail-Müll, sogenannter “Spam”, schon in zwei Jahren der Vergangenheit angehören. Ein hoch gestecktes Ziel in Anbetracht der Massen an ungewollten E-Mails mit Inhalten von Penis-Verlängerungen bis hin zu Kleinkrediten.

HB DÜSSELDORF. Ken Schneider, Technologiechef von Brightmail, einem der führenden Spamfilter-Anbieter, sieht das anders: In zwei Jahren werde sich Spam wohl “besser kontrollieren” lassen. Werbemails in der Postbox seien aber "niemals völlig zu verhindern", da die aufwendigen Filter auf immer neue Techniken der Spam-Anbieter reagieren müssen: “Spam und Filter werden immer Katz und Maus spielen.” Brightmail verwaltet derzeit 300 Millionen Email-Postfächer, die täglich drei Milliarden Spam-Mails auffangen – rund ein Drittel des weltweiten Spam-Aufkommens. Schneider hat ausrechnet, dass derzeit rund 60 Prozent des weltweiten Email-Verkehrs als Spam klassifiziert werden können.

Dies ist in Deutschland kaum anders: "Rund 50 Prozent" der etwa beim deutschen Freemail-Anbieter Web.de eingehenden E-Mails sind Werbemüll, erklärt deren Sprecherin Eva Vennemann. Die meisten davon stammten aus den USA.

Einig sind sich Spam-Experten, dass für 2004 trotz immer besserer Filter die versandte Spam-Menge weiter steigt. Zu schnell können die Spam-Verteiler mit Filter-Breakern reagieren, oder einfach die Versandmenge weiter steigern, wie Alan Ralsky im Gespräch mit Handelsblatt.com bestätigt. Der Amerikaner Ralsky gilt als der weltweit bedeutendste Spammer.

Nach eigenen Angaben verlassen monatlich 2,1 Milliarden Emails Ralskys weltweit verteiltes Servernetzwerk und garantieren ihm astronomische Profite: “Sie glauben gar nicht, wie viele Leute auf unsere Emails reagieren. Zwischen 200 000 und 45 000 Kunden monatlich kaufen unsere beworbenen Produkte.” Kein schlechtes Geschäft: Nach eigenen Angaben kassiert er davon 40 Prozent.

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