Die Trends der Cebit
Schneller, mobiler, sicherer

Die High-Tech-Branche kommt wieder richtig in Fahrt. Der deutsche Branchenverband Bitkom rechnet mit einem Wachstum des Weltmarktes von 4,3 Prozent in diesem und 6 Prozent im nächsten Jahr, sagte Bitkom-Präsident Willi Berchtold jüngst in Hannover. "Ab sofort nimmt unsere Branche ihre Position als Konjunkturmotor wieder ein", so Berchtold weiter.

HB HANNOVER. Die weltgrößte Computermesse selbst verzeichnet in diesem Jahr allerdings zum dritten Mal in Folge einen Ausstellerrückgang von 6 600 auf 6 411. Es werden mehr als 500 000 Besucher an den sieben Messetagen erwartet nach 560 000 im Vorjahr. Da war die Cebit aber auch einen Tag länger. Es werde ein Marktwachstum geben, das deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liege, sagte Berchtold.

Der Umsatz werde weltweit auf 2,16 Billionen Euro steigen. "Die dürren Jahre liegen hinter uns. Vor uns liegt eine neue Zeit des Wachstums, in der die Visionen der 90er Jahre Wirklichkeit werden." Ganz konkret setzt die Branche ihre Hoffnungen auf erhöhte IT-Budgets sowie den aufgestauten Investitions- und Innovationsdruck. Beide zusammen sollen zahlreiche neue Projekte anstoßen.

Als strategische Herausforderungen der nächsten drei Jahre gelten: autonome und flexible Systemarchitekturen, die Verknüpfung operativer Geschäftsabläufe mit der Unternehmensführung im Sinne des Prozessmanagements, die digitale Fabrik, Kostenmanagement und mobile Infrastrukturen - von lokalen drahtlosen Netzwerken (WLAN) bis zu internationalen Collaboration-Konzepten auf Basis des Internet Protocol (IP).

Sicherheit gewinnt an Bedeutung

Top-Themen sind auch Sicherheit und E-Government. Letzteres modernisiert und entkrampft nicht nur die öffentliche Verwaltung, sondern spart auch Kosten. Die EU-Kommission hat analysiert, dass jeder Euro, den die öffentliche Hand in IT investiert, eine Rendite von 1,80 Euro erbringt.

Auch das im vergangenen Jahr zum Hype-Thema aufgewertete On-demand-Computing geht weiter. Die großen IT- und Servicekonzerne arbeiten an Komponenten, die Computern und Speichern die Fähigkeit zur Selbstheilung sowie-konfiguration und-optimierung verleihen. Ressourcen schalten sich nach Bedarf (on demand) automatisch zu oder werden von externen Anbietern zugekauft.

Forschung rückt in Fokus

Ein besonderes Augenmerk gilt 2004 der Forschung. Denn in Universitäten entstehen intelligente Textilien, Bildschirme zum Aufrollen, autarke Mikrosysteme oder digitale Lebewesen als Benutzerhilfe, die das Privat- sowie das Berufsleben verändern: Mikroskalige, drahtlos vernetzte Rechner werden in Alltagsgegenstände eingebettet - das Haus wird komfortabler und energiesparender, Autos wissen über Verkehr, Straßenführung und Beschaffenheit mehr als der Fahrer, und die technischen Geräte benehmen sich durch Sprach-, Mimik- und Gestenerkennung benutzerfreundlicher.

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