Digital-TV-Offensive
Satelliten-Plattform Entavio geht an den Start

Mit einheitlichen Empfangsgeräten soll die zur Funkausstellung in Berlin startende neue Satelliten-Plattform Entavio das "Boxenchaos" im Wohnzimmer beenden. Die Deutsche Telekom hält dagegen und will ihr Internet-TV-Angebot massiv ausbauen.

HB BERLIN. Während bisher mehrere Receiver nötig wären, um das gesamte Angebot an Satelliten-Programmen zu empfangen, sollen die Verbraucher mit Entavio dauerhaft mit nur einer Box auskommen. Sofern man nur frei empfangbare Sender sehen will, entstünden abgesehen vom Kauf eines neuen Receivers nach derzeitigem Stand keine zusätzlichen Kosten, erklärte Entavio-Betreiber SES Astra am Mittwoch. Allerdings heißt es, eine eventuelle Gebühr für den digitalen Empfang auch von Free-TV-Programmen - die so genannte "Grundverschlüsselung" - sei Sache der Sender. Diese hatten Pläne dafür nach Gegenwind der Kartellwächter zwar auf Eis gelegt, Spekulationen über neue Versuche tauchen aber immer wieder auf.

Zum Start sind 15 Receiver-Modelle von zwölf Herstellern im Angebot. Preise für die Geräte nannte Entavio nicht. Entavio ist dabei kein Hersteller, Verkäufer oder Vermarkter von Receivern noch bietet es eigene Programmangebote an. Das System ist offen für alle Sender und technisch neutral. Auch künftige neue Dienste sollen mit Entavio ohne den Kauf neuer Geräte oder Smartcards nutzbar sein, hieß es. Das Unternehmen konzentriert sich ausschließlich darauf, dem Zuschauer eine Empfangsplattform zu bieten. SES Astra betont, dass Entavio nur die Spezifikation für die Plattform aufstelle; Geräte, Programm und Software seien Sache der Partner.

Für das Pay-TV-Angebot wird bei Entavio eine monatliche Gebühr von 1,99 Euro fällig. Die Entavio-Aktivierungsgebühr von 9,99 Euro soll bis Jahresende im "Promotionspaket" enthalten sein. Bisher ist von den Bezahlsendern Premiere an Bord, mit weiteren werde verhandelt. Mit Entavio sollen zudem rund 500 digitale TV- und Radiosender weiterhin kostenlos zu empfangen sein. Der Dienst startet am 1. September. Ein weiteres Entavio-Angebot soll der Handy-Dienst Blucom werden. Damit können Handys über Bluetooth mit dem Entavio-Receiver verbunden werden, um interaktive Angebote der Sender zu nutzen.

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